Basketball Bundesliga
Alba erwartet harten Kampf gegen Bonn

Alba Berlin spielt im fünften Spiel des Play-off-Halbfinals gegen die Telekom Baskets Bonn um den Einzug ins BBL-Finale und erwartet "das schwerste Spiel der Saison".

Als der deutsche Basketball-Meister Alba Berlin mit einem beeindruckenden Comeback das "Endspiel ums Endspiel" erzwungen hatte, warnte Geschäftsführer Marco Baldi schnell vor der Überheblichkeit. "Wir sind noch am Leben - das ist alles. Wir dürfen keine Hundertstelsekunde daran glauben, dass wir das Gröbste schon hinter uns haben", sagte der Alba-Manager vor dem entscheidenden fünften Play-off-Halbfinale gegen die Telekom Baskets Bonn heute (20.15 Uhr): "Jetzt kommt das schwerste und gefährlichste Spiel der Saison. Das wird eine Schlacht."

Nach einem 0:2-Rückstand in der "best-of-five"-Serie hatten die "Albatrosse" mit dem 62:52-Erfolg am Dienstag in Bonn noch auf 2:2 nach Siegen ausgleichen können und damit das drohende Aus zum zweiten Mal in Folge abgewendet. Nun kann der Titelverteidiger und Pokalsieger mit einem Heimsieg zum 14. Mal in seiner 19-jährigen Vereinsgeschichte ins Finale der Basketball Bundesliga (BBL) einziehen. In der Endspielserie würde der Gegner EWE Baskets heißen. Der Vorrunden-Dritte hatte sich souverän in drei Spielen gegen die Brose Baskets Bamberg durchgesetzt.

"Wir haben uns den Heimvorteil zurückerobert. Durch den Verlauf der Serie haben wir nun einen psychologischen Vorteil", sagte Berlins Nationalspieler Steffen Hamann nach Berlins erstem Auswärtssieg der diesjährigen Play-offs.

Die "letzten Körner" sind entscheidend

Im vierten Spiel in Bonn hatte das Team von Trainer Luka Pavicevic schon 34:41 hinten gelegen. Doch mit einer bärenstarken Verteidigung und dank eines vorentscheidenden 19:1-Laufs dürfen die Berliner weiter vom Gewinn ihrer neunten deutschen Meisterschaft träumen. "Die Mannschaft hat ein großes Herz. Jetzt wird es auch darum gehen, welches Team die letzten Körner mobilisieren kann", meinte Baldi.

Sollte Alba am Donnerstag gewinnen, hätte der Branchenprimus zum ersten Mal eine Play-off-Serie nach einem 0:2-Rückstand noch drehen können. Allerdings glichen die Hauptstädter schon 2004 nach zwei Halbfinal-Niederlagen gegen Bamberg auf 2:2 aus, ehe sie im fünften Spiel in eigener Halle sang- und klanglos untergingen.

Daran dürfte auch Trainer Michael Koch sein Team erinnern, auch wenn der Baskets-Coach nach der Niederlage deutlich niedergeschlagen war: "Wir haben einige grobe Schnitzer gemacht. Jetzt kommt es drauf an, die Mannschaft psychologisch aufzurichten", sagte Koch. Um Kräfte zu sparen und so die Chancen auf den fünften Finaleinzug zu erhöhen, fuhr der Vizemeister schon am Mittwoch nach Berlin. "Wir sind noch nicht ausgeschieden. Wir wollen versuchen, eine Trotzreaktion zu zeigen und in Berlin zu gewinnen", meinte Koch.

© SID

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