Basketball Bundesliga
"Albatrosse" noch einen Sieg vom Titel entfernt

Alba Berlin fehlt nach einem beeindruckenden 99:69 (53:29)-Erfolg über die Telekom Baskets Bonn im dritten Play-off-Finale nur noch ein Sieg zur deutschen Meisterschaft.

Titelfavorit Alba Berlin ist nur noch einen Sieg von der lang ersehnten achten deutschen Basketball-Meisterschaft entfernt. Der Hauptrunden-Erste konnte nach einer eindrucksvollen Machtdemonstration im dritten Play-off-Finale einen ungefährdeten 99:69 (53:29)-Heimerfolg gegen die Telekom Baskets Bonn einfahren und ging in der "best-of-five"-Serie 2:1 in Front. Das vierte Spiel der Endspielserie im Kampf um die 63. deutsche Meisterschaft findet am Dienstag (20.15 Uhr) im Bonner Dome statt.

Zum Berliner Topscorer vor 8 861 Zuschauern in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle avancierte Liga-"MVP" Julius Jenkins mit 26 Punkten (davon 16 vor der Pause). Der Hauptrunden-Siebte aus dem Rheinland, der nun vor eigenem Publikum unbedingt gewinnen muss, um die Chance auf den ersten Titel der Vereinsgeschichte zu wahren, hatte in Bernd Kruel seinen erfolgreichsten Werfer. Der 32-Jährige konnte aber auch mit 13 Punkten die fünfte Auswärtsniederlage der laufenden Play-offs nicht verhindern.

"Exzellente Leistung" nach verschlafenem Beginn

"Ich kann meiner Mannschaft keinen großen Vorwurf machen. Das Team spielt seit Monaten auf einem hohen Level. Aber dieses Feuer ist uns abhanden gekommen. Die Köpfe waren leer und wir konnten nicht mehr auf dieser Welle schwimmen", sagte Baskets-Coach Michael Koch. Dagegen war Alba-Trainer Luka Pavicevic rundum zufrieden: "Zum Spiel gibt es nicht viel zu sagen. Wir waren vom ersten bis zum letzten Moment bereit. Es war eine exzellente Leistung."

Alba kam zu Beginn der Partie wie schon bei der vor vier Tagen in Bonn erlittenen 71:81-Auswärtsniederlage zunächst nicht mit der Zonenverteidigung der Gäste zurecht. Das Team von Luka Pavicevic leistete sich viele unnötige Ballverluste und lag nach sieben Minuten 9:16 zurück, was die rund 900 per Sonderzug angereisten Bonner Fans lautstark feierten.

Zur Pause war alles entschieden

Doch im Gegensatz zum vergangenen Mittwoch konnten sich die Hausherren, die alle drei bisherigen Finalduelle beider Teams (1997, 1999, 2001) für sich entschieden, massiv steigern. Der Gastgeber war plötzlich viel aggressiver in der Verteidigung, dominierte die Rebounds und zog mit einem bärenstarken zweiten Viertel (35:9) unter dem Jubel der Zuschauer, darunter Sänger Herbert Grönemeyer, bis zur Pause auf 53:29 davon.

In der zweiten Halbzeit setzten die "Albatrosse" ihre Demontage der völlig überforderten Bonner fort und legten gleich nach dem ersten Einwurf eine 12:0-Serie (65:29/25.) hin. Den teilweise spektakulären Aktionen des siebenmaligen Champions aus Berlin hatten die Gäste, die weiter auf die am Knie verletzten Jason Conley und John Bowler verzichten mussten, kaum noch etwas entgegenzusetzen.

© SID

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