Basketball Bundesliga
Bamberg holt mit Sieg in Quackenbrück den Titel

Nach 2005 haben die Brose Baskets Bamberg erneut die deutsche Basketball-Meisterschaft gewonnen. In Spiel vier der Play-offs-Finals fuhren die Bamberger in Quackenbrück mit 64:63 den entscheidenden dritten Sieg ein.

Das Quackenbrücker Basketball-Märchen ist nicht ganz wahr geworden. Die Brose Baskets Bamberg haben das Duell "David gegen Goliath" für sich entschieden und den zweiten Meistertitel ihrer Vereinsgeschichte nach 2005 gefeiert. Das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann gewann auch das vierte Spiel des Play-off-Finals mit 64:63 (32:33) bei den Artland Dragons Quakenbrück und entschied damit die "best-of-five"-Serie mit 3:1 vorzeitig zu seinen Gunsten.

Nach der Schlusssirene spielten sich auf dem Parkett der mit 3 000 Zuschauern ausverkauften Artland-Arena unbeschreibliche Jubelszenen ab. Mit Freudentänzen bejubelten die Franken ihren schwer erkämpften Triumph. Aber auch die Fans des Pokalfinalisten aus Niedersachsen feierten trotz der Niederlage den Abschluss der bisher erfolgreichsten Saison ihres Klubs seit dem Aufstieg in die Basketball-Bundesliga 2003.

"Viel enger kann es nicht ausgehen. Die Serie war ein Traum für die Zuschauer und uns auch", meinte Bambergs Nationalspieler Steffen Hamann. Sehr enttäuscht war dagegen Artland-Coach Chris Fleming: "Die Niederlage ist bitter. Wir hätten Meister werden können und waren knapp dran. Aber ich bin stolz auf meine Mannschaft und unsere Fans. Die Unterstützung war gewaltig."Starker Star der Dragons

Im Gegensatz zum 62:59 am vergangenen Dienstag in Bamberg fanden die Dragons schnell ihren Rhythmus. Von den Zuschauern lautstark und enthusiastisch angefeuert, provzierte das Team von Coach Chris Fleming mit konsequenter Defensivarbeit Fehler der Bamberger und erspielte sich bis zur zehnten Minute eine 20:10-Führung. Doch die routinierten Gäste konterten mit nicht minder aggressiven und schnellen Aktionen. Bereits drei Minuten später hatten die Baskets zum 20:20 ausgeglichen.

In einer emotionalen und teilweise hektischen Partie konnte sich bis zur Halbzeit keines der beiden Teams eine deutliche Führung erspielen. Die bessere Trefferquote (43 Prozent) stand zur Pause für Bamberg in der Statistik, obwohl es in zehn Versuchen ohne Drei-Punkte-Treffer geblieben war. Auf der Gegenseite hielten die beiden starken Amerikaner Adam Hess und Aufbauspieler Bryan Bailey die Dragons mit ihren Körben im Spiel.

Nach dem Wechsel gelang den Gästen die schnelle 36:33-Führung. Besonders der immer stärker werdenden Nationalspielers Steffen Hamann, dem in der ersten Hälfte kein Punkt gelungen war, trumpfte groß auf und trieb sein Team zur 43:26-Führung (28.). Doch es passte in die bisherigen Duelle "zweier Finalisten auf Augenhöhe" (Bauermann), dass Quakenbrück weiterhin den Anschluss hielt. Die Entscheidung fiel dann erst als die Gastgeber in allerletzter Sekunde den Korb in mehreren Versuchen nicht trafen.

© SID

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