Basketball Bundesliga
Bamberg stürmt Berliner Festung

Nach zwölf Heimsiegen in Serie hat es Alba Berlin vor heimischem Publikum wieder erwischt. Die Brose Baskets Bamberg entführten beim 72:62 die Punkte aus der Bundeshauptstadt.

Alba Berlin hat im Kampf um die Pole Position für den Start in die Play-offs eine bittere Bauchlandung erlitten. Nach zuletzt sieben Siegen in Folge kassierten die "Albatrosse" mit dem 62:72 (34:36) gegen die Brose Baskets Bamberg am 29. Spieltag der Basketball-Bundesliga (BBL) zugleich ihre erste Saisonniederlage in heimischer Halle. Nichts war es für den Pokalsieger im 13. Heimspiel mit der angekündigten Revanche für die bisher höchste Niederlage der laufenden Spielzeit (59:71) im Hinspiel in Bamberg.

Sechs Pluspunkte beträgt der Rückstand auf Tabellenführer EWE Baskets Oldenburg, der am Sonntag im Niedersachsen-Derby die Phantoms Braunschweig klar mit 68:55 (35:24) schlug, aber bereits zwei Spiele mehr als Titelverteidiger Berlin ausgetragen hat. Platz drei festigte MEG Göttingen durch den 89:73 (40:27)-Sieg bei Schlusslicht Eisbären Bremerhaven.

Pavicevic: "Wir hatten von Beginn an Probleme"

"Wir hatten von Beginn an Probleme, unser Spiel zu etablieren und haben in bestimmten Situationen nicht die richtige Antwort gefunden", klagte Alba-Coach Luka Pavicevic nach der insgesamt sechsten Saisonniederlage vor 11 207 Zuschauern und 23 Punkten des überragenden Bambergers Predrag Suput.

Nicht minder überraschend kam die Heimniederlage von ratiopharm Ulm mit 95:98 (79:79, 40:32) nach Verlängerung im schwäbischen Duell mit den Walter Tigers Tübingen. "In einem Derby spielen Tabellenplatz, Heimstärke und Siegbilanzen keine Rolle - und das war heute ein typisches Derby", sagte Ulms Trainer Mike Taylor. Nicht zuletzt 32 Punkte seines Amerikaners Michael Haynes vor 3 000 Zuschauern in der ausverkauften Halle erhielt Tübingen die Hoffnungen auf die Play-off-Teilnahme. Zwei Punkte trennen die Tigers von Platz acht.

Paderborn in Finanznöten

Der mögliche Sprung in die Play-offs würde dagegen die Verantwortlichen der Paderborn Baskets in ein Dilemma stürzen, da das finanzielle Überleben der Ostwestfalen angeblich vorerst nur bis Ende April gesichert ist, die Play-offs aber erst Mitte Mai starten. Im Falle des wirtschaftlichen Zusammenbruchs würde der Paderborner Gegner kampflos ins Halbfinale einziehen. Der BBL wäre es deshalb lieber, die Baskets würden vorher das Handtuch werfen und der Tabellenneunte ihren Play-off-Platz einnehmen.

Im Tabellenkeller feierten die LTi Giessen 46ers im Kampf um den Klassenerhalt einen wichtigen 80:73 (38:48)-Erfolg über Aufsteiger Giants Nördlingen. Allerdings gewann auch der direkte Konkurrent Köln 99ers (beide 16:40) 67:59 (32:30) gegen ENBW Ludwigsburg.

In einer Begegnung aus dem Tabellenmittelfeld gewannen die Artland Dragons aus Quakenbrück mit 80:73 (39:43) gegen TBB Trier. Heimsiege gab es auch für die Skyliners Frankfurt mit 64:58 (31:28) über die Giants Düsseldorf und die Telekom Baskets Bonn mit 77:68 (36:27) über die Paderborn Baskets.

© SID

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