Basketball Bundesliga
Basketballer starten in Saison der Superlative

Mit drei Begegnungen wird die 41. Saison in der Basketball-Bundesliga heute Abend feierlich eingeleitet. Die Fans dürfen sich auf viele neue Gesichter und mehr Spiele freuen - die Liga wurde auf 18 Teams aufgestockt.

Fast alles ist neu in der Basketball-Bundesliga, die heute ab 18.30 Uhr mit drei Partien in ihre 41. Saison startet. Erstmals wird die Meisterschaft mit 18 Verein ausgetragen. Spieler aus 25 Nationen sind in der höchsten deutschen Liga vertreten, darunter zahlreiche Neuzugänge. Einzig die Titelkandidaten bleiben gleich. Vielsagend hat sich Deutschlands Superstar Dirk Nowitzki beim Meistertipp festgelegt: "Meiner Meinung nach sind es die üblichen Verdächtigen: Alba Berlin, Brose Baskets Bamberg und Rheinenergie Köln."

Nach der insgesamt vierten Aufstockung der Liga seit ihrer Gründung 1966 droht den Korbjägern wirtschaftlich und sportlich allerdings eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Die drei zugleich finanziell stärksten Klubs machen unterdessen aus ihren Saisonzielen keinen Hehl, nur Titelverteidiger Köln zeigt mit dem jüngsten Kader der Liga ein wenig Zurückhaltung. "Das Herz sagt: Wir wollen den Titel. Der Verstand sagt jedoch: Es wird sehr schwer", meinte Rheinenergie-Manager Stephan Baeck.

Die Bestätigung der ersten Meisterschaft in der jungen Vereinsgeschichte begann für die Rheinländer mit einem 75:74 gegen Pokalsieger Berlin im Duell um den Champions Cup. Nahtlos haben sich bereits die Zugänge Ronald Burrell oder Aufbauspieler Demond Mallet ins Team eingefügt. "Auch mit Blick auf die Euroleague müssen wir die Emotionen im Team hochhalten, das war in der letzten Saison unsere Stärke", ergänzte Ex-Europameister Baeck.

Alba wollen nach dreijähriger Durststrecke den Titel

Nach drei Jahren ohne Meistertitel haben die "Albatrosse" einen Umbruch vorgenommen und nochmal kräftig investiert. "Wir haben den Etat um zehn Prozent gesteigert und nähern uns unserem Ziel, der Acht-Millionen-Marke", berichtete Alba-Manager Marco Baldi: "Wir müssen wieder Herz, Geist und Mentatität entwickeln, um große Ziele zu erreichen." Immerhin wissen die Berliner in Demond Greene und Johannes Herber zwei der insgesamt nur vier in der Bundesliga tätigen aktuellen Nationalspieler im Aufgebot.

Bamberg setzt unter anderem auf WM-Teilnehmer Robert Garrett und insgesamt sieben Zugänge. Die von Bundestrainer Dirk Bauermann betreuten Franken starten mit einem runderneuerten Kader, einem neuen Hauptsponsor und einer neuen Halle (Fassungsvermögen: 6 900 Zuschauer) in die neue Spielzeit. Mit einem Etat von 4,5 Mill. Euro ist das Halbfinale Pflicht. Zwar wurden bereits 5 000 Dauerkarten, aber noch nicht die Werbefläche auf dem Trikot verkauft.

Für den Rest der Liga geht es in den insgesamt 308 Vorrundenspielen um den Einzug in die Play-offs oder den Klassenerhalt. Dafür wurden Kader fast komplett ausgewechselt. Die Giessen 46ers, einzig überlebender Klub der ersten Bundesliga-Stunde, geht mit nur zwei, EWE Baskets Oldenburg mit nur drei Akteuren aus der vergangenen Saison an den Start. Sechs Neue leistete sich ENBW Ludwigsburg, Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen holte gleich sechs Amerikaner.

105 US-Amerikaner in Liga eins

Auf der US-Welle - insgesamt stehen 105 Amerikaner in der neuen Saison unter Vertrag - reiten auch die Telekom Baskets Bonn. Trainer Michael Koch verpflichtete sechs Korbjäger aus Übersee, die den treuen Fans Appetit auf rosigere Zeiten machen sollen. Ein halbes Dutzend Amerikaner stehen neuerdings auch auf der Gehaltsliste von Ex-Meister Deutsche Bank Skyliners Frankfurt, der nicht noch einmal in den Abstiegsstrudel geraten will.

Am Ende der Vorrunde steigen die beiden auf den Rängen 17 und 18 platzierten Vereine direkt ab und die Meister der Zweiten Ligen Nord und Süd ohne Relegationsrunde direkt auf, sofern sie die Standards der BBL (3 000 Zuschauer fassende Halle und 1,0 Mill. Euro Mindestetat) erfüllen.

"Es wird eine intensive und interessante Saison", hofft Bundesliga-Boss Jan Pommer mit Blick auf die Live-Übertragungen von insgesamt 65 Spielen beim Pay-TV-Sender Premiere (sonntags 17.00 Uhr) und auf die Nachwuchsförderung. Neben einigen Aktionen und Programmen der Klubs soll unter anderem die neue Nachwuchs-Bundesliga (Nbbl) mittelfristig neue Nowitzkis in die Bundesliga spülen.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%