Basketball Bundesliga
Bauermann: "Es war ein schwerer Weg"

Nach dem zweiten Meistertitel mit den Brose Baskets Bamberg ist Trainer Dirk Bauermann "sehr, sehr stolz auf die Jungs." Zugleich räumt er im Interview ein, dass "die Serie zwei Titelträger verdient hätte."

Mit den Brose Baskets Bamberg hat Trainer Dirk Bauermann den zweiten Meistertitel in der Basketball-Bundesliga gefeiert. Der Coach ist auf sein Team "sehr, sehr stolz", räumte aber zugleich auch ein, dass "die Serie zwei Titelträger verdient hätte."

Frage: "Sie sind mit den Brose Baskets Bamberg nach einer spannenden Finalserie zum zweiten Mal Meister geworden. Welche Bedeutung hat dieser Titel?"

Dirk Bauermann: "Es war ein schwerer Weg. Die Dragons haben in den Play-offs sensationell gespielt und wären sicher auch ein würdiger Meister gewesen. Diese Serie hätte zwei Titelträger verdient. Aber wir haben es geschafft und ich bin deshalb sehr, sehr stolz auf die Jungs."

Frage: "Am Ende waren es nur Nuancen, die Ihrer Mannschaft die Meisterschaft bescherten..."

Bauermann: "Wir haben nach der Heimniederlage drei Spiele in Folge gewonnen, wenn auch knapp. Wir hatten aber auch das nötige Glück. In Spiel drei hat uns der Heimvorteil ein wenig geholfen. Heute Abend war es von Vorteil, dass wir uns zwischendurch zumindest mit zehn Punkten absetzen konnten.

Frage: "Der Saisonbeginn war schwierig, dennoch hat es gegen ambitionierte Konkurrenz zum Titel gereicht..."

Bauermann: "Wir sind zu Saisonbeginn immer hinterher gelaufen - auch weil es in der Mannschaft nicht passte. Schließlich haben wir uns kurzfristig zu einem personellen Schnitt entschlossen und Steffen Hamann, Casey Jacobsen und Sean Dockery geholt. Dann stimmte die Chemie. Die Mannschaft hat sich gefunden und auch in schwierigen Saisonphasen immer an sich geglaubt. Wichtig ist nicht, wo man im Dezember steht, sondern nach den Play-offs, wenn es drauf ankommt."

Frage: "Für Sie selbst ist es der insgesamt neunte Meistertitel. Wo würden Sie diesen, gegen Quakenbrück schwer erkämpften, einordnen?"

Bauermann: "Das kann man nicht sagen. Jeder Titel hat seine eigene Geschichte. Ich weiß nur: Viele Trainer wünschen sich, einmal das gleiche Glück und Gefühl zu erleben. Ich bin so privilegiert, dass ich es zum neunten Mal genießen darf. Das ist eigentlich unglaublich."

Frage: "Nach der Schlusssirene wirkten Sie sehr ruhig und gefasst..."

Bauermann: "Die Anspannung kann man nicht einfach ablegen, sie ist unglaublich für einen Trainer. In den sechs Wochen der Play-offs gibt man an sieben Tagen in der Woche und 24 Stunden am Tag alles, um Meister zu werden. Und wenn man als Bundestrainer noch die WM in den Knochen hat und ohne Pause in die Saison geht, dann ist der Akku irgendwann leer. Aber dennoch wird jetzt erst einmal kräftig gefeiert."

© SID

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