Basketball Bundesliga
Bayer Giants erwägen Umzug nach Düsseldorf

Die Bayer Giants Leverkusen sind auf der Suche nach einem neuen Standort fündig geworden. Der Klub plant zur kommenden Spielzeit einen Umzug nach Düsseldorf.

Die Erfolgsstory der Bayer Giants Leverkusen ist bald Geschichte. Der Basketball-Rekordmeister steht vor dem Umzug nach Düsseldorf und soll dort unter einem anderen Namen weiterhin in der Bundesliga spielen. Damit zogen die "Riesen" vom Rhein die Konsequenz aus der langen vergeblichen Suche nach einem neuen Hauptsponsor, nachdem der Chemie-Gigant Bayer im Mai 2007 seinen Rückzug zum Ende der laufenden Saison angekündigt hatte. "Der Umzug nach Düsseldorf ist der richtige Schritt", sagte Leverkusens Manager Otto Reintjes.

Eindeutige Tendenz in Richtung Düsseldorf

Nach vielen Gesprächen mit angeblich interessierten Sponsoren und Vertretern verschiedener Städte wie zum Beispiel Hamburg zeichnete sich schon bald eine eindeutige Tendenz in Richtung Düsseldorf ab. Am Freitag reichten die Leverkusner schließlich den entsprechenden Lizenzantrag bei der Basketball-Bundesliga (BBL) ein. Die Voraussetzungen dafür wurden am Donnerstag mit der Gründung der Giants Düsseldorf Gmbh und Sicherung des von der BBL geforderten Mindestetats von einer Million Euro geschaffen.

"Deshalb glaube ich fest, dass die BBL dem Antrag ohne Probleme stattgeben wird", erklärte Reintjes. In Absprache mit der Stadt Düsseldorf ist das 3 400 Zuschauer fassende Burg-Wächter Castello in Düsseldorf-Reisholz als erster Spielort vorgesehen, aber auch die Philipshalle sowie der ISS Dome sind im Lizenzantrag als mögliche Arenen aufgeführt. Wann der Name für das Bundesliga-Team bekannt gegeben werden kann, ist derzeit noch nicht abzusehen.

"Ende einer im Basketball noch nie dagewesenen Erfolgsstory"

Fest steht nur "das Ende einer im Basketball noch nie dagewesenen Erfolgsstory", so Reintjes, der an 14 Meisterschaften, zehn Pokalsiege und die Festtage auf der großen europäischen Bühne in 40 Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit erinnert. Doch die Leverkusener sind sich sicher, auch in der Landeshauptstadt Düsseldorf ein schlagkräftiges Team stellen zu können.

"Ich denke, dass einige Spieler aus dem aktuellen Kader mitziehen werden", berichtete Reintjes. Weil der Umzug ins nahe Düsseldorf auch unter dem Aspekt der Sicherung von Arbeitsplätzen beschlossen wurde, ist man überzeugt, dass auch das Management und Trainergespann weiterhin zusammenarbeiten werden. Zudem sollen sich die wirtschaftlichen Voraussetzungen auf Sicht verbessern. Dazu Reintjes: "In Düsseldorf ist viel Potenzial vorhanden."

Auch die Anbindung an die weiterhin in Leverkusen beheimateten erfolgreichen Nachwuchsteams sei durch die kurzen Wege gesichert. In welchem Rahmen jedoch die Leverkusener Fans des derzeitigen Tabellenzweiten mitziehen werden, vermag niemand zu sagen. Die Reaktionen auf den Abschied vom Bayer-Kreuz reichten von Verständnis bis Unmut und sogar übelsten Beschimpfungen der Verantwortlichen.

"Ich kann das verstehen. Aber uns blieb am Ende keine Wahl", meinte Reintjes, der die Entscheidung der Konzern-Bosse, ihr Sportsponsoring auf die Fußballer zu konzentrieren, schweren Herzens akzeptiert. Zudem sei es sehr wichtig, dass neben den in allerletzter Minuten geretteten Köln 99ers und Telekom Baskets Bonn weiterhin ein zuschauerträchtiger dritter Klub am Rhein installiert bleibe.

© SID

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