Basketball Bundesliga
Berliner "Albatrosse" entschweben der Konkurrenz

Tabellenführer Alba Berlin hat das Spitzenspiel der Basketball-Bundesliga deutlich gewonnen. Die Berliner siegten am zwölften Spieltag beim bisher punktgleichen Meister Brose Baskets Bamberg mit 80:60 (42:30).

Die "Albatrosse" von Alba Berlin schweben in der Basketball-Bundesliga (BBL) derzeit weit über der Konkurrenz. Berlin festigte mit dem 80:60 (42:30)-Erfolg im Gipfeltreffen bei Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg in imposanter Manier die Tabellenführung. Die Hauptstädter liegen mit nun 20:4 Punkten zwei Zähler vor den Franken und Vizemeister Artland Dragons Quakenbrück (beide 18:6). Die Niedersachsen leisteten sich am 12. Spieltag beim 67:76 (31:37) bei den Walter Tigers Tübingen überraschend die dritte Saisonniederlage.

"Es war ein überragender Erfolg für uns. Bamberg auswärts zu schlagen, hat viel mit unserer guten Verteidigung ab der ersten Minute zu tun", sagte Alba-Trainer Luka Pavicevic. Dabei beeindruckte besonders die Art und Weise der Berliner Dominanz beim Sieg gegen den Meisterschafts-Rivalen. Zwischenzeitlich führten die "Albatrosse" sogar mit 26 Punkten Vorsprung (75:49/27. Minute).

"Ich glaube, unser großer Siegeswille war uns anzumerken", erklärte Julius Jenkins. Der US-Amerikaner zeichnete sich zusammen mit dem bärenstarken Kapitän Patrick Femerling (beide 15 Punkte) als Albas bester Korbschütze aus.

Bauermann: "Wir waren wie gelähmt"

Bambergs Coach Dirk Bauermann war angesichts der geringen Gegenwehr vor 8 000 Zuschauern in der Nürnberger Arena enttäuscht vom Auftreten seines Teams. "Uns hat Aggressivität und Galligkeit gefehlt. Wir waren wie gelähmt. Das darf uns nicht passieren, besonders nicht zu Hause", meinte Bauermann, dessen Mannschaft auch die 19 Zähler von Darren Fenn nicht reichten. Dennoch erklärte der Nationaltrainer in Personalunion mit Blick auf die lange Saison trotzig: "Es ist Dezember und nicht Mai."

Ebenfalls nicht glücklich war Quakenbrücks Trainer Chris Fleming nach dem Patzer in Tübingen, das zuvor sechs Partien in Folge verloren hatte: "Wir konnten nicht das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben, und keine guten Akzente in der Offensive setzen. Da haben wir überhastet agiert."Überragender Akteur der Gastgeber (10:14 Punkte) war vor 2 600 Zuschauern Rasko Katic mit 21 Punkten.

Ulms Erega trifft aus der eigenen Hälfte

Die Bayer Giants Leverkusen verpassten am Sonntag die Gelegenheit, mit Bamberg nach Punkten gleichzuziehen und mussten sich mit 80:84 (43:39) den Eisbären Bremerhaven geschlagen geben. Das Team von Trainer Achim Kuczmann bleibt mit 16:8 Punkten Tabellenvierter. Eine überraschende Heimniederlage kassierten die Deutsche Bank Skyliners mit 60:77 (30:42) gegen die abstiegsgefährdete BB 74 Göttingen. Die EWE Baskets Oldenburg verloren ebenfalls am Sonntag in letzter Sekunde mit 72:73 (35:36) gegen ratiopharm Ulm. Matchwinner für die Gäste war Emeka Erega, der von hinter der Mittellinie in den Korb traf.

Ihre Ambitionen auf einen Play-off-Platz untermauerten unterdessen die New Yorker Phantoms Braunschweig und die Telekom Baskets Bonn. Während die Niedersachsen (16:8) einen 86:75 (37: 37)-Erfolg gegen die auswärts in dieser Saison weiterhin sieglose ENBW Ludwigsburg (10:14) feierten, bezwangen die Rheinländer (14:10) die Giessen 46ers 91:71 (40:33).

Defraigne feiert gelungenen Einstieg bei Trier

Über einen gelungenen Einstand durfte sich derweil Yves Defraigne als neuer Trainer von TBB Trier freuen. Nach dem 72:62-Sieg im Kellerduell bei Schlusslicht Science City Jena (2:22) zog Trier mit Gießen gleich (beide 6:18). Bester Werfer für das Team des Belgiers, der am vergangenen Mittwoch den entlassenen Coach Joe Whelton abgelöst hatte, war Caleb Green (24 Punkte).

© SID

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