Basketball Bundesliga: Finanzprobleme lassen Paderborn Baskets zittern

Basketball Bundesliga
Finanzprobleme lassen Paderborn Baskets zittern

Die Paderborn Baskets müssen wegen finanzieller Schwierigkeiten um ihre Zukunft in der BBL fürchten. Im Etat der Ostwestfalen soll ein Betrag im sechsstelligen Bereich fehlen.

Den Paderborn Baskets droht in der Basketball Bundesliga (BBL) das Aus. Der Verein teilte am Freitag mit, in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten zu stecken. Schätzungen zufolge soll den Ostwestfalen im Etat ein Betrag im sechsstelligen Bereich fehlen.

"Dank der intensiven Bemühungen der Geschäftsstelle und des Präsidiums ist es zwar gelungen, die Finanzen des Vereines und der Nachwuchsarbeit auf solide Beine zu stellen, die Paderborn Baskets Team Gmbh, die den Bundesligabetrieb verantwortet, steht allerdings kurz vor einer möglichen Insolvenz", sagte Paderborns Präsident Wolfgang Walter.

Der Klub-Chef, der vor drei Monaten das Präsidentenamt übernommen hatte, kündigte Gespräche für die kommenden Tage sowie eine Krisensitzung mit allen Verantwortlichen des Vereins und der Gmbh an. "Natürlich haben wir die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich ein vorzeitiges Aus abwenden lässt", erklärte Walter. Im schlimmsten Falle droht den Baskets der Sturz in die Regionalliga.

Überrascht von der Entwicklung wurde Jan Pommer. Der Geschäftsführer der Basketball Bundesliga (BBL) sagte dem sid: "Diese Nachricht hat uns nicht sonderlich erbaut, zumal uns die Paderborner Verantwortlichen im November vergangenen Jahres Zahlen vorgelegt hatten, die in keiner Weise darauf hindeuteten, dass sich die Situation zuspitzen würde." Vor der Behandlung stehe jedoch die Diagnose. "Insofern werden wir uns nun erst einmal ein genaues Bild von der Lage machen, bevor wir über das weitere Vorgehen beraten", so Pommer weiter.

Als Hauptgrund für die schwierige Situation nannte der BBL-13. die Tatsache, dass einige der langjährigen Sponsoren ihr Engagement in dieser Saison aufgeben mussten und bislang keine neuen Partner gefunden wurden. So unterschrieb bislang kein Namenssponsor. Gleichzeitig blieb der bisherige Zuschauerschnitt von 2 131 Besuchern pro Partie deutlich hinter den Erwartungen zurück. "Dies war in diesem Umfang nicht zu erwarten", sagte Pommer.

© SID

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