Basketball Bundesliga
Köln siegt bei den "Albatrossen"

Durch einen 88:79-Auswärtssieg beim Vorrundenersten Alba Berlin ist Rheinenergie Köln in der Finalserie der Basketball-Bundesliga mit 1:0 in Führung gegangen. Das zweite Play-off-Duell steigt am Donnerstag in Köln.

Beim Griff nach dem ersten Meistertitel der Klubgeschichte haben die Basketballer von Rheinenergie Köln den ersten wichtigen Schritt gemacht. Im Auftaktspiel der Play-off-Final-Serie der Basketball-Bundesliga (BBL) gewann das Team vom Rhein beim Vorrunden-Ersten und Pokalsieger Alba Berlin 88:79 (35:36) und überzeugten dabei durch Nervenstärke und Souveränität.

Die Kölner, die zum ersten Mal seit dreieinhalb Jahren in Berlin gewannen, haben im zweiten Finalspiel am Donnerstag (20.00 Uhr, live bei Premiere) die Chance, ihre 1:0-Führung in der "best-of-five"-Serie vor eigenem Publikum weiter auszubauen. In der hektischen Schlussphase der spannenden Begegnung wurden gegen Berlins Trainer Henrik Rödl und Nationalspieler Demond Greene technische Fouls ausgesprochen, woraufhin Gegenstände auf das Feld flogen.

Obradovics Coup mit Nadjfeji

Im ersten Endspiel hatten beide Mannschaften mit personellen Problemen zu kämpfen: Die "Albatrosse" mussten auf "MVP" Jovo Stanojevic, Flügelspieler Sascha Leutloff (beide Kreuzbandriss) und Kapitän Matej Mamic (Rückenmarksprellung) verzichten. Dagegen konnte der NBA-Champion von 2001, Mike Penberthy, nach Leistenproblemen wieder mitwirken.

Bei den Kölnern, die im Halbfinale Titelverteidiger GHP Bamberg in fünf Spielen ausgeschaltet hatten, musste der US-Amerikaner Immanuel Mcelroy wegen einer Sperre aussetzen. Kölns Trainer Sasa Obradovic, der einst in Berlin spielte, stellte den Ex-Berliner Guido Grünheid in die Startformation und ließ Aleksandar Nadjfeji zunächst auf der Bank, um einen Trumpf in der Hinterhand zu behalten.

Lollis und Nadjfeji die Top-Scorrer

Vor 8 117 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle gingen die Berliner in ihrer ersten Finalserie seit drei Jahren schnell 12:5 in Führung und brachten ein 19:15 in die erste Viertelpause. Das Team von Trainer Henrik Rödl leistete sich jedoch zu Beginn des zweiten Viertels viele Ballverluste, so dass der Hauptrunden-Dritte aus Köln nach einer 10:2-Serie mit 25:21 die Führung übernahm. Trotz durchschnittlicher Wurfquoten auf beiden Seiten entwickelte sich bis zur Halbzeitpause ein packender Kampf um jeden Ball.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Duell der Pokalsieger der letzten beiden Jahre von guten Verteidigungsreihen bestimmt. Bis zum Ende des dritten Abschnitts (51:57) war es besonders Kölns Serbe Nadjfeji, der mit gelungenen Offensivaktionen den Finalisten von 2002 nach vorne brachte.

Auch im letzten Viertel hielt der Gast weiter dagegen. Bereits acht Minuten vor dem Ende kassierte Berlins Sharrod Ford sein fünftes Foul und schwächte Alba zusätzlich. Bester Werfer für Alba Berlin war Quadre Lollis mit 21 Punkten. Die Kölner hatten in Aleksandar Nadjfeji (19) ihren besten Schützen.

© SID

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