Basketball Bundesliga
Ludwigsburg muss erste Saison-Niederlage hinnehmen

Bundesliga-Spitzenreiter ENBW Ludwigsburg hat überraschend die erste Saison-Niederlage in der Basketball-Bundesliga erlitten. Die Schwaben verloren bei den abstiegsbedrohten EWE Baskets Oldenburg 55:68 (25:26).

Der "Schwabenexpress" wurde erstmals gestoppt, doch von Niedergeschlagenheit war bei den Basketballern von ENBW Ludwigsburg nichts zu spüren. Im Gegenteil: Trainer Silvano Poropat wirkte nach der 55:68 (25:26)-Pleite bei den EWE Baskets Oldenburg fast ein wenig erleichtert. "Wir haben die sieben Siege in Folge genossen, wussten aber auch, dass die erste Niederlage kommen würde", meinte der Kroate, dessen Team auf Platz zwei hinter dem punktgleichen Titelfavoriten Alba Berlin (14:2) zurückfiel.

Die Berliner setzten sich mit 76:74 (40:32) bei den Eisbären Bremerhaven durch. Das Trio an der Tabellenspitze komplettiert Meister Rheinenergie Köln auf Platz drei nach einem 79:73 (45:30)-Erfolg gegen Ex-Champion Brose Baskets Bamberg.

Oldenburg dominierte unter den Körben

Unterdessen fand Ludwigsburg im hohen Norden kein Konzept gegen die stark verteidigenden Männer aus Oldenburg, die die Gäste durch eine konsequente Zonendeckung ihres Passspiels beraubten. "Dadurch haben wir nicht zu unserem Rhythmus gefunden", erklärte Poropat.

Seine Mannschaft scheiterte vor 2 854 Zuschauern unterm Korb immer wieder am 2,08m langen D´Or Fischer, der die Bälle reihenweise wegfing, und aus der Distanz fehlte den Schwaben an diesem Tag einfach das sichere Händchen. Nur zehn von 29 Versuchen saßen. Die einzige Führung gelang beim 36:35 (25.).

Oldenburgs Coach Beck ist nicht zufrieden

"Diese Niederlage ist eine Erfahrung für uns, die zeigt, woran wir härter arbeiten müssen", sagte Poropat und gewann dem Spiel sogar etwas Positives ab: "Mit den zwischenzeitlichen Rückständen konnten wir gut umgehen, haben unsererseits ebenfalls druckvoll verteidigt und Charakter gezeigt."

Für die abstiegsbedrohten Oldenburger war es der dritte Saisonerfolg im neunten Spiel. "Das ändert jedoch nichts daran, dass einige Spieler nach wie vor zu wenig Punkte machen. Die nächsten 24 Stunden bin ich mit diesem Sieg zufrieden, danach geht am Montag die Arbeit weiter", bilanzierte Coach Don Beck. Kapitän Tyron-Clement Mccoy war auf Seiten der Gastgeber mit 19 Treffern erfolgreichster Werfer.

Koch zeigt sich als fairer Verlierer

Nicht zum Feiern zumute war den Telekom Baskets Bonn nach der 59:66 (31:20)-Niederlage bei Ex-Meister Deutsche Bank Skyliners Frankfurt. Trotz zwischenzeitlicher 16-Punkte-Führung ging die Partie noch verloren, was Trainer Mike Koch zu einem Kompliment für den Gegner bewog: "Nach dem Frankfurter Lauf im dritten Viertel haben meine Spieler angefangen nachzudenken. Wer nach 16 Punkten Rückstand ein Spiel noch gewinnt, hat es auch verdient." Beide Teams rangieren weiter im Tabellenmittelfeld.

Anschluss an die Spitzengruppe halten die Artland Dragons Quakenbrück, die die Giessen 46ers 80:69 (37:38) bezwangen. Die Walter Tigers Tübingen setzten sich mit 83:61 (36:29) gegen die BG Karlsruhe durch, ratiopharm Ulm kassierte eine 80:83 (49:47)-Heimschlappe gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig.

Unterdessen bleiben die Baskets Nürnberg nach einer 82:85 (72:72, 34:37) n.V. bei den Paderborn Baskets punktloses Schlusslicht, während TBB Trier die Bayer Giants Leverkusen 89:70 (47:35) bezwang.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%