Basketball Bundesliga
Rheinenergie gibt Kampfansage an Alba aus

Rheinenergie Köln hat seinen Einzug ins Play-off-Finale ausgelassen gefeiert. "Wir sind bereit für Alba und den Titel", gab Trainer-"Novize" Sasa Obradovic als Kampfansage vor der ersten Partie gegen Berlin aus.

Den Feierlichkeiten zum zweiten Finaleinzug der Vereinsgeschichte nach 2002 folgte eine Kampfansage an Alba Berlin. "Wir sind bereit für Alba und den Titel. Wenn wir so spielen wie heute, haben wir eine echte Chance", sagte der Trainer-"Novize" von Rheinenergie Köln, Sasa Obradovic, nach dem überraschenden 69:68-Sieg im entscheidenden fünften Spiel des Play-off-Halbfinales beim nunmehr entthronten deutschen Basketball-Meister GHP Bamberg.

Bei Obradovic, als Spieler einst drei Jahre Publikumsliebling bei Pokalsieger Berlin, löste sich die Anspannung eines wahren Krimis, den Aleksandar Nadjfeji in der Schlusssekunde mit einem "Dreier" entschied und gleichzeitig Optimismus für die heute um 19.30 Uhr (live bei Premiere) beginnenden Endspiele schürte. "Die Mannschaft spielt mit Spaß und Charakter, sie gibt nicht auf, weigert sich einfach zu verlieren", lobte Kölns Manager und Ex-Nationalspieler Stephan Baeck.

Baeck: "Chancen stehen 50:50"

Der Europameister von 1993, einst selbst für Alba aktiv, sieht die Chancen "50:50", schränkt jedoch ein: "Das erste Spiel wird wegen der kurzen Vorbereitung vermutlich das schwierigste." Einen großen Anteil an der Neuauflage der Endspiele vor vier Jahren, die der siebenmalige Meister aus Berlin jedoch mit 3:0 für sich entschied, hat zweifelos der ehemalige Weltmeister Obradovic. "Wir stehen im Finale, und das ist für mich als Rookie-Trainer schon ein Riesenerfolg. Dass wir den deutschen Meister rausgeworfen haben, macht mich doppelt glücklich."

Situation und Mannschaften sind mit dem Jahr 2002 nicht mehr zu vergleichen. "Beide Mannschaft haben sich weiterentwickelt", sagte Baeck, und Berlins Vizepräsident Marco Baldi ergänzte respektvoll: "In Köln ist etwas zusammengewachsen. Sie wissen, was sie wollen, sie beißen bis zuletzt. Sie haben es verdient, im Finale zu stehen."

Die Rheinländer, das mit einem Altersdurchschnitt von 23,3 Jahren mit Abstand jüngste Team der Liga, wurden von einer wahren Welle der Euphorie ins Finale getragen. "Allerdings basierend auf sehr harter Trainingsarbeit", fügt Baeck hinzu. Zudem blieben die Kölner zuletzt von Verletzungen verschont, mussten jedoch ab dem dritten Halbfinal-Duell auf den wegen einer Tätlichkeit für drei Begegnungen gesperrten Flügelspieler Immanuel Mcelroy verzichten. Ab Spiel zwei am kommenden Donnerstag (20 Uhr/Live bei Premiere) im Energydome ist der US-Amerikaner wieder dabei.

Kreuzbandriss von Stanojevic hat Alba geschockt

In Berlin sitzt der Schock des Kreuzbandrisses von Jovo Stanojevic im linken Knie vom vergangenen Dienstag in Bremerhaven noch sehr tief. Der 28-Jährige wird etwa sechs Monate ausfallen. "Wenn man berücksichtigt, dass wir schon seit November ohne Matej Mamic und in den letzten Wochen ohne Mike Penberthy auskommen müssen, trifft uns der zusätzliche Ausfall des Mvps der Liga natürlich hart", sagt Alba-"Vize" Baldi. "Dann muss jetzt jeder andere umso mehr geben", fordert Henrik Rödl, der in seiner zweiten Trainer-Saison ebenfalls erstmals im Finale steht.

Man habe zwar die personell großen Verluste, aber dafür den Heimvorteil in den Play-offs, erklärt Baldi, "aber es werden sicherlich keine Selbstgänger". Denn Köln konnte zuletzt auswärts nicht nur den entscheidenden Halbfinalsieg landen, sondern stand auch schon in der Verlängerung von Spiel eins in Bamberg kurz vor dem Erfolg. Dazu Baeck: "Ich traue unserer Mannschaft alles zu."

© SID

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