Basketball Bundesliga
Rheinenergie Köln reiht sich ins Spitzen-Trio ein

Rheinenergie Köln hat durch den 82:69 (45:37)-Sieg bei der BG Karlsruhe zu Alba Berlin und ENBW Ludwigsburg aufgeschlossen. Bremerhaven besiegte Ulm 92:65 (55:35), Paderborn schlug Leverkusen 90:87 (45:40).

Der amtierende Meister Rheinenergie Köln sicherte sich durch den 82:69 (45:37)-Sieg am Sonntag bei der BG Karlsruhe den Anschluss an das Spitzenduo der Basketball-Bundesliga (BBL). Die Rheinländer haben nun ebenso viele Punkte (22:4) auf dem Konto wie die Konkurrenten ENBW Ludwigsburg und Alba Berlin. Für BG-Coach Horst Schmitz war es das letzte Spiel, nachdem er am Donnerstag seinen Rücktritt verkündet hatte.

Eine wahre Achterbahnfahrt erlebte William Avery beim 99:90 (82:82, 47:41)-Erfolg nach Verlängerung von Pokalsieger Alba Berlin im Gipfeltreffen gegen ENBW Ludwigsburg. Nachdem der Kapitän der Albatrosse am Ende der regulären Spielzeit zwei Freiwürfe vergeben und damit die Verlängerung "verbockt" hatte, feierte er dank wiedergewonnener Treffsicherheit in der Extra-Zeit die Eroberung der Tabellenführung. Die Berliner zogen durch den Sieg im Spitzenspiel am punktgleichen "Schwabenexpress" vorbei auf Platz eins.

Avery war nach dem Wechselbad der Gefühle in der Berliner Max-Schmeling-Halle überglücklich und erleichtert: "Ich wollte die verworfenen Freiwürfe wiedergutmachen. Nach dem ersten Dreier in der Verlängerung habe ich mich gut gefühlt und gleich den zweiten genommen" erklärte der US-Amerikaner, mit 20 Punkten bester Alba-Scorer und in der spielentscheidenden Phase der Turm in der Schlacht, an dem sich seine Mitspieler orientierten.

Rödl: "Er war der Hauptfaktor für unseren Sieg"

Von Trainer Henrik Rödl gab es für diese Gewinner-Mentalität ein Extra-Lob: "Er war der Hauptfaktor für unseren Sieg." Der Alba-Coach hofft, dass damit die Heimblockade bei seinem Kapitän endgültig gelöst ist: "Will hat auswärts schon einige Spiele für uns gewonnen, aber zu Hause eine deutlich schwächere Zeit gehabt. Daher freut es mich, dass er die entscheidenden Würfe getroffen hat."

Die Ludwigsburger zeigten sich als faire Verlierer. "Am Ende hatte Alba ein bisschen mehr Kraft. Wir hatten unsere letzte Energie schon am Ende der regulären Spielzeit verbraucht", sagte Ludwigsburgs Trainer Silvano Poropat. Trotz der zweiten Saisonniederlage und des Verlusts der Tabellenführung war der 35 Jahre alte Kroate mit seinem Team sehr zufrieden: "Meine Mannschaft hat super gekämpft und gezeigt, dass sie in die Spitze der BBL gehört."

Tristesse herrscht dagegen bei den Telekom Baskets Bonn: Das Team von Michael Koch verlor überraschend gegen Schlusslicht sellbytel Baskets Nürnberg 76:87 (33:42) und zog sich den Zorn der Fans zu. "Das Beste war unser Abgang, wo uns unsere Zuschauer berechtigterweise ausgepfiffen haben. Es war unser schlechtestes Saisonspiel", sagte der enttäuschte Coach. Die Franken hingegen freuten sich über ihren ersten Saisonsieg. "Nach einer sehr langen Leidenszeit fühlt sich das richtig gut an", so Nürnbergs Trainer Stephan Haarlander.

Bamberg wohl zu schwach für zwei Wettbewerbe

Weniger Grund zur Freude hatten die Brose Baskets Bamberg, die bei den Phantoms Braunschweig mit 72:76 (27:43) die dritte BBL-Niederlage in Serie kassierten. "Wir haben zu viel Kraft im Uleb-Cup gelassen. Damit müsste eine europäische Top-Mannschaft aber zurechtkommen", erklärte Bambergs Trainer Dirk Bauermann. Den zweiten Sieg in Folge und das Verlassen der Abstiegsränge feierten derweil die Giessen 46ers beim 80:74 (31:36)-Erfolg gegen die Baskets aus Oldenburg.

Die Walter Tigers Tübingen kassierten hingegen ihre erste Heimniederlage. Sie verloren nach dem 63:69 (27:36) gegen TBB Trier den achten Platz. Die Eisbären Bremerhaven, die 92:65 (55:35) gegen ratiopharm Ulm siegten, kletterten auf Rang sechs. In Leverkusen führte Sergerio Gipson Aufsteiger Paderborn Baskets im Duell der Tabellennachbarn mit 27 Punkten zu einem 90:87 (45:40)-Erfolg bei den Bayer Giants.

© SID

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