Basketball Bundesliga
Showdown zum Meisterkampf in den BBL-Play-offs

Mit der Begegnung zwischen dem Hauptrunden-Zweiten MEG Göttingen und den Brose Baskets Bamberg starten heute die BBL-Play-offs. Titelverteidiger Alba Berlin greift Sonntag ein.

Für Liga-Krösus Alba Berlin zählt nur die deutsche Meisterschaft. Vor seiner insgesamt 19. Play-off-Teilnahme lässt der Pokalsieger und Titelverteidiger mit dem höchsten Etat in der Basketball-Bundesliga (BBL) an seinen Ambitionen keine Zweifel. "Nur so schaffen wir den Sprung in die Euroleague", sagte Albas sportlicher Leiter Henning Harnisch vor dem Endrunden-Start am Sonntag (17.00 Uhr) gegen die Paderborn Baskets.

Göttingen startet gegen Bamberg

Zum Auftakt der Play-offs nach dem Modus "best of five" stehen sich bereits am heutigen Freitag (19.30 Uhr/live bei Eurosport) der Hauptrunden-Zweite MEG Göttingen und der Siebte Brose Baskets Bamberg gegenüber, den Bundestrainer Dirk Bauermann 2005 und 2007 zum Titel führte.

"Mein ehemaliger Klub kann für eine Überraschung sorgen. Die Mannschaft hat sich zuletzt gefunden. Für mich ist jedoch Alba Berlin der große Favorit, sie haben den stärksten Kader. Man braucht eine hohe Qualität von der Bank, und die hat keiner so wie Berlin", sagt der DBB-Coach, der "insgesamt äußerst spannende Play-offs" erwartet.

Hauptrunde und Play-offs "sind zwei komplett verschiedene Wettbewerbe", sagt Berlins Trainer Luka Pavicevic. Seine Mannschaft sicherte sich nach einer anstrengenden Saison mit dem Sprung in die Top 16 der Euroleague erst auf den letzten Metern die Pole Position in der Bundesliga und damit das Heimrecht für ein eventuelles fünftes Spiel bis zum Finale.

Pavicevic fordert: "Extrem konzentriert bleiben"

"Wir müssen extrem konzentriert bleiben", fordert Pavicevic. Den Play-off-Debütanten Paderborn werde man sicherlich nicht unterschätzen. Dass ein Etat von rund acht Mill. Euro keine Siege garantiert, mussten die Berliner in der bisherigen Saison (acht Niederlagen) bereits erfahren. Außenseiter Paderborn ist zumindest hochmotiviert und will die "Albatrosse"ärgern.

Die EWE Baskets Oldenburg, die auf die Skyliners Frankfurt (Sonntag 18.00 Uhr) treffen, sehen die Berliner als größten Konkurrenten. "Frankfurt ist ein hochwertiger Gegner. In der Mannschaft steckt viel Erfahrung", warnt Oldenburgs Trainer Predrag Krunic. Das Spiel der Niedersachsen steht und fällt mit der Form von Aufbauspieler Jason Gardner, der zum wertvollsten Spieler (MVP) der Bundesliga gewählt wurde.

Göttingen selbstbewusst

Mit seinen vergleichsweise geringen finanziellen Möglichkeiten (Etat von 1,9 Mill. Euro) hat MEG Göttingen mit Platz zwei in der Hauptrunde fast schon das Optimum erreicht. Mit ihrer aggressiven Verteidigung, mit der sie die Gegner stets auf dem gesamten Spielfeld unter Druck setzen, wollen die "Veilchen" auch in den Play-offs für Furore sorgen. Trainer John Patrick ist von seiner Mannschaft überzeugt. Selbstbewusst verkündete der Coach: "Unser Ziel ist der Titel."

Berechtigte Hoffnung machen sich auch die Telekom Baskets Bonn vor ihren ersten Duell mit ratiopharm Ulm (Sonntag, 17.00 Uhr). "Ulm ist sehr heimstark. Deshalb sind wir froh, mit dem Heimvorteil in diese Serie zu gehen", sagt Baskets-Coach Michael Koch. Seine Mannschaft um Spielmacher Earl Jerrod Rowland gilt als besonders athletisch und physisch stark. "Die Play-offs werden ein offenes Rennen, in dem auch wir für eine dicke Überraschung sorgen können", glaubt der Europameister von 1993.

© SID

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