Basketball Bundesliga
Skyliners im freien Fall, Bamberg kommt in Fahrt

Während der freie Fall der Deutsche Bank Skyliners Frankfurt weiter geht, kommt Meister Bamberg so langsam in Fahrt. Am Sonntag gab es einen 77:72-Sieg in Trier.

Der freie Fall ans Tabellenende der Basketball-Bundesliga hat bei den Deutsche Bank Skyliners Frankfurt die größte sportliche Krise der Vereinsgeschichte ausgelöst. Ratlos und fassungslos präsentierten sich die Verantwortlichen des Titelträgers von 2004 und aktuellen Vizemeisters nach der sechsten Saisonniederlage am 7. Spieltag und einer desolaten Vorstellung beim 63:71 (37:38) als Gast des bisherigen Schlusslichts BG Karlsruhe.

"In den vorherigen drei Begegnungen haben wir gut gespielt und verloren, heute haben wir aber auch schlechten Basketball geboten", kommentierte Manager Gunnar Wöbke, wollte sich jedoch zur derzeitigen Situation oder eventuellen Konsequenzen nicht äußern. In die Kritik ist trotz einer langen Verletztenliste, unter anderem mit den Nationalspielern Pascal Roller, Stefano Garris sowie Jukka Matinen, Carlos Andrade und nun auch noch Neuzugang Rudy Mbembas, der kroatische Coach Ivan Sunara geraten.

Fünfte Pleite in Folge

Nur mit den Ausfällen war die insgesamt fünfte Pleite in Folge, mit der die Hessen ihren Negativrekord aus ihrer ersten Bundesliga-Saison 1999/2000 einstellten und erstmals die "Rote Laterne" des Tabellenletzten übernahmen, nicht zu entschuldigen. Teilweise ohne Gegenwehr marschierten die Karlsruher durch die Defensive und ermöglichten Narcisse Ewodo 22 und Derrick Allen 17 Punkte. Schwer angeschlagen gehen die Hessen ins Auftaktspiel des Uleb-Cups am Dienstag ausgerechnet gegen Lottomatica Rom, Team des ehemaligen Bundestrainers Svetislav Pesic.

Nichts wird es für die Skyliners dagegen mit der Jagd auf Titelfavorit Alba Berlin, der nach dem unerwartet souveränen 95:63 (52:37)-Erfolg bei den Giessen 46ers weiterhin ungeschlagen an der Tabellenspitze seine Kreise zieht. Jovo Stanojevic war vor 3 150 in der ausverkauften Halle mit 27 Punkten der herausragende Akteur der "Albatrosse", die vor dem Uleb-Cup-Heimspiel (Dienstag) gegen Aris Saloniki vor Selbstbewusstsein strotzen.

Meister Bamberg nimmt Fahrt auf

Auch der schwach in die Saison gestartete Meister GHP Bamberg nimmt nach dem 77:72 (34:38)-Sieg bei TBB Trier und nunmehr 8:6 Punkten langsam Fahrt auf. Den ersten Auswärtssieg der Saison für die Bamberger sicherte vor allem der deutsche Nationalspieler Robert Garrett mit 19 Punkten.

Zu den härtesten Alba-Verfolgern zählen allerdings überraschend ENBW Ludwigsburg (10:4 Punkte), Neuling Eisbären Bremerhaven (8:2) und die Telekom Baskets Bonn (8:4). Ludwigsburg feierte einen 78:71 (33:38)-Sieg gegen die Walter Tigers Tübingen, während Bonn in eigener Halle mit 90:91 (43:52) gegen die BS/Energy Braunschweig verlor.

Andrew Wiesniewski war mit 29 Punkten vor 3 200 Zuschauern Topscorer der Gastgeber. Chauncey Leslie (19 Punkte) glänzte auf Seiten der Niedersachsen. "In Bonn zu gewinnen, ist fast unmöglich. Wir sind mit dem bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden, zumal wir eine neue Mannschaft haben", meinte Braunschweigs Coach Henrik Dettmann.

Offener Schlagabtausch im Rheinderby

Einen offenen Schlagabtausch lieferten sich Pokalsieger Rheinenergie Köln und Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen im rheinischen Derby, das die Gastgeber mit 100:93 (51:41) für sich entschieden. Immanuel Mcelroy (19 Punkte) war ihr bester Werfer. "Der Spielverlauf war ziemlich eindeutig, allerdings hatten wir zum Ende noch mal eine große Chance, das Spiel zu drehen. Mit der Teamleistung bin ich trotzdem zufrieden", meinte Bayer-Coach Achim Kuczmann nach der vierten Niederlage.

© SID

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