Basketball Bundesliga
Tragödie überschattet Fernduell um Tabellenspitze

Der Kampf um die Tabellenspitze in der Basketball-Bundesliga zwischen den Artland Dragons Quakenbrück und Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg ist vom Herzinfarkt-Tod eines Zuschauers in Bamberg überschattet worden.

Der Kampf um die Tabellenspitze am 8. Spieltag in der Basketball-Bundesliga (BBL) ist aufgrund des tragischen Tods eines Zuschauers in den Hintergrund geraten. Bei der Partie zwischen Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg und ENBW Ludwigsburg erlitt der Mann einen Herzinfarkt und konnte trotz schneller Reanimation nicht mehr gerettet werden.

Derweil scheint Quakenbrücks Erfolgswelle einfach nicht abzuebben. Das 76:63 (37:23) am Samstagabend bei den Paderborn Baskets 91 bedeutete den siebten Sieg in Serie und für eine Nacht die vorübergehende Tabellenführung. Bamberg holte sich aber am Sonntag mit dem 76:49 (36:26)-Erfolg gegen Ludwigsburg die Spitzenposition zurück.

Quakenbrücks Routinier Rohdewald überragend

"Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Wir haben unseren Rhythmus schneller gefunden, weil wir gut verteidigt und gut von außen geschossen haben", sagte Artland-Trainer Chris Fleming, in dessen Team der 34 Jahre alte Routinier Jan Rohdewald mit 17 Punkten und fünf Dreiern herausragte.

Damit knüpfen die Dragons trotz der Integration von sieben Neuzugängen und dem erstmaligen Einsatz im Uleb-Cup nahtlos an die überraschenden Leistungen der Vorsaison an. Dennoch will Fleming von einer Fortsetzung der Euphorie um die Niedersachsen nichts wissen: "Man sollte jetzt bloß nicht alles hochjubeln. Wir müssen noch viel verbessern, vor allem beim Rebound und der Wurfauswahl."

Durch ein erfolgreiches Fastbreak und den Korbleger von Julius Jenkins zwei Sekunden vor dem Ende kam Ex-Meister Alba Berlin zu einem 70:69 (40:34) bei den Eisbären Bremerhaven und wahrte mit 12:4 Punkten den dritten Rang. Einen Rückschlag hinnehmen mussten hingegen die New Yorker Phantoms Braunschweig, die beim 73:83 (39:39) bei den Deutsche Bank Skyliners die dritte Saisonniederlage kassierten. Frankfurts Aniekan Koko Archibong erlitt eine Bänderverletzung im rechten Knöchel und droht länger auszufallen.

Gut erholt von der Niederlage in Bonn vor einer Woche zeigten sich die Bayer Giants Leverkusen. Der Rekordmeister gewann 87:77 (40:45) gegen ratiopharm Ulm und festigte mit 10:6 Punkten seinen Platz im oberen Tabellendrittel. Große Erleichterung herrschte derweil bei Pokalsieger Köln 99ers. Der Meister von 2006 feierte mit dem 88:73 (37:33)-Erfolg bei TBB Trier den zweiten Sieg in Folge und konnte nach dem verpatzten Saisonbeginn den Anschluss an das Tabellenmittelfeld herstellen.

"Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns nach dem schlechten Start in die Spielzeit. Jetzt sind wir auf dem richtigen Weg", erklärte Kölns Trainer Sasa Obradovic. Vor allem eine geschlossene Mannschaftsleistung hatte den Sieg gebracht: Gleich sechs Spieler punkteten zweistellig, Topscorer war der US-Amerikaner Immanuel Mcelroy mit 14 Zählern.

Knappe Heimsiege für Oldenburg und Bonn

Zwei knappe Heimerfolge feierten unterdessen die EWE Baskets Oldenburg und die Telekom Baskets Bonn. Die Oldenburger mussten beim 88:85 (44:50)-Sieg aber lange Zeit einen Rückstand hinterherlaufen. Schon nach dem ersten Viertel hatten die Gäste 31:18 geführt, ehe die durch den starken Kroaten Branimir Longin (23 Punkte) angetriebenen Hausherren die Partie noch drehen konnten.

In Bonn bemängelte Baskets-Coach Michael Koch trotz des 71:62 (31:21) gegen die Walter Tigers Tübingen die fehlende Siegermentalität seiner Mannschaft: "Unser größtes Problem ist, dass wir ein gegnerisches Team oft vor dem K.o. haben, aber niemand da ist, der den letzten Schlag setzen kann." Bonn hatte es im gesamten Spiel verpasst, seine Führung auszubauen.

Den ersten Saisonsieg holte derweil Science City Jena. Die Thüringer bezwangen im Aufsteigerduell BG 74 Göttingen 104:84 (53:41), bleiben mit 2:14 Punkten aber BBL-Schlusslicht.

© SID

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