Basketball Bundesliga
Underdog Bremerhaven gegen Goliath Alba Berlin

Ab heute starten die Eisbären Bremerhaven gegen Alba Berlin in das Play-off-Halbfinale der Basketball-Bundesliga. In der zweiten "best-of-five"-Serie duellieren sich Titelverteidiger GHP Bamberg und Rheinenergie Köln.

Der kesse Liga-Neuling lässt wirklich jeden Respekt vor den Etablierten vermissen. Nachdem die Eisbären Bremerhaven zunächst die Hauptrunde der Basketball-Bundesliga (BBL) aufgemischt und dann auch noch das Play-off-Viertelfinale überstanden haben, wollen die Norddeutschen ab heute (18 Uhr) Pokalsieger Alba Berlin ärgern. Im zweiten Halbfinale (20 Uhr/beide Spiele live in Premiere) kommt es zum Spitzenduell zwischen Meister GHP Bamberg und dem letztjährigen Cupgewinner Rheinenergie Köln.

"Das Halbfinale ist die Krönung eines perfekten Jahres. Jetzt werden wir gegen Alba alles versuchen. Man kann schon sagen, dass uns Berlin liegt", sagt Eisbären-Manager Jan Rathjen mit Blick auf die bisherigen Saisonergebnisse. Die Mannschaft von Coach Sarunas Sakalauskas ist das einzige Team, das in dieser Saison in Berlin gewinnen konnte. Die beiden Heimspiele in der Liga und im Pokal wurden knapp verloren.

Der letzte große Erfolg eines Aufsteigers liegt neun Jahre zurück, als die Telekom Baskets Bonn das BBL-Finale erreichten. Trotz der Euphorie-Welle an der Nordseeküste sieht Rathjen jeglichen Druck bei Alba: "Berlin ist haushoher Favorit. Wir müssen über den Kampf und die Emotionen ins Spiel kommen."

Beim siebenmaligen deutschen Meister Alba Berlin ist man nach der harten Viertelfinalserie gegen die EWE Baskets Oldenburg gewarnt. "Gegen Bremerhaven wird es knüppelhart", sagt Alba-Vizepräsident Marco Baldi, der gegen die Eisbären ein taktisches "Schachspiel" auf dem Parkett erwartet. Trainer Henrik Rödl hofft, dass sein Team an die Leistung des letzten Viertelfinalspiels (110:82) anknüpft: "Das war ein wichtiger Befreiungsschlag, der uns viel Selbstvertrauen für die nächste Runde geben sollte."

Mit breiter Brust fährt das Team von Rheinenergie Köln zum deutschen Meister nach Bamberg. "Die Spieler sind auf den Geschmack gekommen", sagte Kölns Manager Stephan Baeck nach der klaren Halbfinalserie (3:0) gegen ENBW Ludwigsburg. Allerdings sei alles, was jetzt kommt, ein Bonus. Trainer Sasa Obradovic verspricht einen harten Kampf: "Wir werden es Bamberg schwer machen und von Spiel zu Spiel denken."

Zudem hat der Titelverteidiger aus Bamberg mit personellen Problemen zu kämpfen: Aufbauspieler Demond Mallet fällt mit einem Kreuzbandriss aus, und Spielmacher Steffen Hamann ist nach einer Tätlichkeit im Halbfinale gegen Bonn noch ein Spiel gesperrt. Das Team von Trainer Dirk Bauermann kann wieder auf den lettischen Flügelspieler Uvis Helmanis zurückgreifen, dessen Sperre aufgehoben wurde. "Es wird schwer, weil Köln wie wir und Berlin zu den drei Favoriten auf den Titel gehört", sagt Bauermann. Insgesamt besitze sein Team als Mannschaft aber mehr Qualität.

© SID

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