Basketball EM
Deutschland wahrt Olympia-Chance

Deutschland darf weiter von der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2008 in Peking träumen. Die Mannschaft um Dirk Nowitzki landete bei der EM einen 69:65-Erfolg gegen Slowenien und spielt nun um Platz fünf.

Erleichterung bei den deutschen Korbjägern: Die Auswahl des deutschen Basketball-Bundes (DBB) hat das wichtige Platzierungsspiel bei der EM in Spanien gegen Slowenien 69:65 (32:31) gewonnen und darf weiter von der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2008 in Peking träumen. Durch den Erfolg sicherte sich die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann einen Startplatz beim vorolympischen Qualifikationsturnier im Juli kommenden Jahres.

Der Austragungsort steht noch nicht fest. Für die Vorentscheidung sorgten Steffen Hammann und Nowitzki. Hamann traf zunächst zur 64:63-Führung, Nowitzki dann elf Sekunden vor Schluss mit einem weiteren Korb zu einer Dreipunkte-Führung. "Das ist ein Riesenerfolg für uns. Wir haben am Sonntag die Chance, das verkorkste Turnier mit Platz fünf noch abzuschließen. Es war ein Turnier mit vielen Höhen und tiefen. Heute haben wir auch nicht gut gespielt, aber füreinander gekämpft", sagte der MVP der NBA von den Dallas Mavericks, der mit 28 Punkten erneut bester Werfer des deutschen Teams war.

Deutschland spielt um Platz fünf

Die gelungene Revanche für das 47:77-Debakel in der Zwischenrunde gegen die Slowenen eröffnet der Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann zugleich die Chance auf Platz fünf als beachtlichen Abschluss eines EM-Turniers auf höchstem Niveau. Gegner des Vizeeuropameisters von 2005 ist am Sonntag (16.30 Uhr) Kroatien, das Frankreich zuvor mit 86:69 besiegte. "Ich freue mich wahnsinnig. Es war so schwer, sich von der Schlappe gegen Spanien zu erholen. Wir haben es geschafft, und nur das zählt", sagte der erleichterte Bundestrainer.

Von Beginn an war die Strategie des DBB-Teams vor 3 000 Zuschauern im Sportpalast von Madrid klar. Mit einer aggressiven Verteidigung zwangen sie die Slowenen, die am Abend zuvor im Viertelfinale gegen Griechenland nach einer 16-Punkte-Führung eine bittere 62:63-Niederlage erlitten, zu Distanzwürfen. Nur aufgrund von fünf Dreiern in der ersten Halbzeit konnten die Slowenen die Begegnung offen gestalten, alle anderen Körbe mussten sie sich hart erarbeiten.

Nowitzki gewohnt treffsicher

Stark verbessert zeigte sich Nowitzki mit fast schon gewohnter Treffsicherheit und 13 Punkten bis zur Halbzeit. Die gesamte Mannschaft bewies mit kämpferischem Einsatz, dass sie um Wiedergutmachung für die zuletzt schwache Leistung im Viertelfinale gegen Spanien (55:83) bemüht war. Einziges Manko in der ersten Hälfte war die mäßige Reboundquote.

Nach dem Wechsel verbesserten die Slowenen auch ihre Trefferquote aus dem Feld, dennoch konnte sich bei wechselnder Führung keine der beiden Mannschaften deutlich absetzen. Erst nach zum Ende des dritten Viertels gelang Slowenien durch einige Nachlässigkeiten in der deutschen Defensive eine 54:46-Führung.

Im Schlussdrittel bemühte sich besonders Nowitzki, die Begegnung wieder enger zu gestalten. 51:54 lautete der Rückstand nach 34 Minuten. Bester deutscher Werfer neben Nowitzki, der 28 Punkte machte, war Demond Greene mit 16. Die Slowenen hatten in Jaka Lakovic (17) und Matjas Smodis (16) ihre erfolgreichsten Werfer.

© SID

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