Basketball EM
Frankreich dämpft DBB-Hoffnungen

Dämpfer für die DBB-Auswahl bei der EM in Spanien. Beim Zwischenrunden-Auftakt war Frankreich der erwartet schwere Brocken. Das Team von Trainer Dirk Bauermann verlor 66:78 (39:47) und muss um das Weiterkommen bangen.

Ernüchterung für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft. Nach einer erneut verpassten Siegchance geraten Deutschlands Basketballer im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale der EM in Spanien in Zugzwang. Gegen Frankreich verlor das Team um NBA-Superstar Dirk Nowitzki zum Zwischenrunden-Auftakt in Madrid mit 66:78 (39:47) und bezog damit gleichzeitig im vierten Spiel des Turniers die insgesamt zweite Niederlage. Nächster Gegner des Vize-Europameisters ist Slowenien am Montag (21.30 Uhr).

"Das Knistern hat heute gefehlt. Trotzdem waren wir häufig nur einen Korb davon entfernt, den Franzosen Angst zu machen. Aber Tony Parker hat immer im richtigen Moment die Duftnoten gesetzt", sagte Bundestrainer Dirk Bauermann: "Wir haben nicht genügend Energie investiert, um Frankreich zu stoppen. Gegen Slowenien müssen wir uns ganz anders präsentieren."

Nowitzki, mit 28 Punkten bester Werfer der Partie, meinte: "Wir waren ein paarmal dran, aber dann haben wir den Ball verloren oder ich habe einen leichten Ball verschossen. Am Ende war es so klar wie es das ganze Spiel war." Kapitän Patrick Femerling erklärte: "Solche Spiele gewinnst du nur in der Verteidigung. Da haben wir nicht genug gearbeitet."

Drei Tage nach der unnötigen 80:84-Niederlage beim Vorrunden-Finale gegen Litauen wirkten die DBB-"Riesen" hochkonzentriert. Mit ihrer Zonenverteidigung zwangen sie die Mannschaft um NBA-Champion Tony Parker von den San Antonio Spurs vor 8 000 Zuschauern zu Distanzwürfen. Die erste Führung für die "Equipe Tricolore" wurde in der 6. Minute (13:15) registriert. Anschließend drohte das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann den Faden zu verlieren und geriet mit 13:21 in Rückstand.

Nowitzki und Okulaja ohne Wurfrhythmus

Doch die deutschen Körbjäger bewiesen erneut ihren Kampfgeist, konnten die Partie jedoch nur kurzfristig ausgeglichen gestalten (28:28). Danach hatten besonders die französischen Distanzschützen ihre alte Treffsicherheit wiedergefunden, während das DBB-Team vom Wurfglück verlassen schien. 32:45 lautete der Rückstand in der 19. Minute, bevor Nowitzki aufdrehte und das Resultat mit sieben Punkten in den letzten 70 Sekunden vor der Halbzeit erträglicher gestaltete. 19 Punkte hatte der deutsche NBA-"MVP" bis zur Pause erzielt, der diesjährige Final-"MVP" Parker 11.

Den mit vier Profis aus der nordamerikanischen Profiliga angetreten Franzosen gelang nach dem Wechsel zwei Minuten kein Korb, so dass die "Bauermänner" auf 45:47 verkürzten. Mit einer 12:0-Serie vergrößerten "Les Bleus" den Abstand aber dann wieder auf 14 Zähler (59:45). Besonders Nowitzki und auch der starke Ademola Okulaja hatten plötzlich ihren Wurfrhythmus verloren.

Es war bezeichnend, dass der erste Korb von Nowitzki in der zweiten Halbzeit erst in der 33. Minute zum 51:65 registriert wurde. Auf der Gegenseite fand die deutsche Defensive in diesem Duell kein wirkungsvolles Mittel gegen die schnellen, athletischen, am Korb sprunggewaltigen sowie aus der Distanz äußerst treffsicheren Franzosen.

Nowitzki (28 Punkte) und Okulaja (14 Punkte) waren die treffsichersten Akteuere der deutschen Auswahl. Top-Scorer bei den Franzosen waren Parker mit 23 und Florent Pietrus mit zwölf Zählern.

© SID

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