Basketball Euroleague
Bamberg träumt von europäischem Viertelfinale

Nach neun siegreichen Bundesliga-Partien geht Meister GHP Bamberg mit breiter Brust in die Zwischenrunde der Euroleague. Bei optimalem Verlauf sei sogar das Viertelfinale drin, ist sich Coach Dirk Bauermann sicher.

Von internationalen Erfolgen ist der deutsche Vereinsbasketball wahrlich nicht verwöhnt. Dem Trauerspiel ein Ende setzen will nun Meister GHP Bamberg, der unbedingt in das Viertelfinale der Euroleague vorpreschen will. "Natürlich träumen wir vom Viertelfinale. Wir werden in jedem Spiel kämpfen, als ob es unser letztes wäre", verspricht Bambergs Trainer Dirk Bauermann vor dem Auftaktspiel heute gegen den spanischen Titelträger Tau Ceramica (20.45 Uhr).

Die Franken, die für die europäischen Vergleiche in die Arena Nürnberg umziehen, sind das erste deutsche Team seit sechs Jahren, das in die Runde der letzten Sechzehn eingezogen ist. Zuletzt stand Alba Berlin im Jahr 2000 im Achtelfinale. Nun scheinen die Bamberger dem ehemaligen Serienmeister aus Berlin, der in dieser Saison trotz großer Ansprüche nicht über die Vorrunde des Uleb-Cups hinausgekommen war, international den Rang abzulaufen. "Um das Weiterkommen in der Euroleague kämpfen andere deutsche Mannschaften seit Jahren. Wir freuen uns wahnsinnig", sagt Bauermann zum größten internationalen Erfolg des Klubs.

Bamberg wird es in der Zwischenrunde mit drei hochkarätigen Teams zu tun bekommen: neben Tau Ceramica Vitoria auch mit dem russischen Meister Zska Moskau und Uleb-Cup-Gewinner Rytas Wilna aus Litauen. Tau Ceramica ist ein alter Bekannter. Die Franken spielten bereits in der Vorrunde gegen die Basken und verloren zweimal (59:77 und 63:68). Der Vorjahresfinalist aus Tau gilt als als einer der Top-Favoriten auf den Titel.

Optimistischer Außenseiter

"Tau und Zska sind die ganz hohen Favoriten. Wir sind nur ein Außenseiter. Jeder Sieg wäre schon ein großer Erfolg", sagt Bauermann, der sich aber optimistisch gibt: "Mal gucken, vielleicht können wir ja eine Sensation schaffen. Wir wissen, dass wir sie packen können, wenn alles passt." Auch Bambergs Manager Wolfgang Heyder freut sich auf "eine echte Hammergruppe mit spektakulären Gegnern".

"Bisher haben wir zwar die öffentlichen Erwartungen übertroffen, aber uns selbst war immer bewusst, dass wir mithalten können", sagt Flügelspieler Spencer Nelson nach der erfolgreichen Vorrunde mit breiter Brust. "Wenn wir eine solide Verteidigung spielen, dann haben wir auch weiterhin gute Chancen", sagt Nelson, der maßgeblich am bisherigen Erfolg des deutschen Meisters beteiligt war. In der Euroleague erzielte der US-Amerikaner in jedem Spiel durchschnittlich zwölf Punkte und holte neun Rebounds.

In der Bundesliga das Nonplusultra

Auch in der Bundesliga schwimmen die Franken aus der "Freak City", wie die Bamberger Fans ihre Heimat nennen, seit neun siegreichen Spielen und der Tabellenführung auf einer Welle des Erfolges. Der GHP überzeugte dabei besonders mit einer knallharten Verteidigung. Diese Stärke soll nun auch auf internationalem Parkett ausgespielt werden. "Wir haben vor niemanden Angst", sagt Bauermann.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%