Basketball International
NBA-Klubs Philadelphia und Phoenix testen in Köln

In der Kölnarena werden heute die Finalisten eines Mini-Turniers ermittelt, an dem neben den europäischen Vereinen Zska Moskau und Maccabi Tel Aviv auch zwei Klubs aus der NBA im Rahmen ihrer Europa-Tour teilnehmen.

Im Rahmen des Vorbereitungsprogramms auf den Start der neuen Saison in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA am 31. Oktober sind aktuell vier Teams auf Europa-Tour, die mit einem Vierer-Turnier und Duellen mit den besten europäischen Klubteams in der Kölnarena ihren Abschluss findet.

In der Neuauflage des Euroleague-Finales zwischen Titelverteidiger Zska Moskau und Maccabi Tel Aviv (18.00 Uhr) sowie dem Duell der Philadelphia 76ers und Phoenix Suns (21.00 Uhr/beide live bei Premiere) werden heute die Finalisten des Mini-Turniers gesucht. Das Finale steigt am Mittwoch um 21.00 Uhr, die Verlierer treffen um 18.00 Uhr aufeinander.

Auch Spurs und Clippers dabei

"Wir freuen uns, dass diese erstklassigen Mannschaften die NBA gut vertreten werden", meinte NBA-Boss David Stern. Neben den 76ers und Suns schickte die Liga auch Ex-Champion San Antonio Spurs und die Los Angeles Clippers auf den alten Kontinent.

Die Rechnung der Marketingstrategen ging erstmals nicht auf, Europas Fans feiern die ersten Niederlagen der angeblich übermächtigen Gegner aus Übersee. Das Eis brach der FC Barcelona mit einem 104:99 über Philadelphia, dem ersten Sieg eines europäischen Klubs über ein NBA-Team, seit die Amerikaner 1987 in den Milwaukee Bucks erstmals eine Mannschaft in der Vorbereitungsphase nach Europa schickten. Für Pleite Nummer zwei sorgte Moskau mit dem deutlichen 94:75-Erfolg gegen die Clippers.

Und auch die übrigen Ergebnisse der weiteren fünf Testspiele in Paris, Villeurbanne und Rom haben gezeigt, dass die Lücke zwischen der NBA und dem europäischem Basketball fast geschlossen ist. Die Negativserie der US-Korbjäger mit ihren NBA-Profis bei Olympischen Spielen (zuletzt Bronze in Athen 2004) und Weltmeisterschaften (letzter Titel 1994) ist ein weiteres Indiz. In punkto Spielkultur und Taktik, so die Experten, hat Europa die NBA, deren Profis weiterhin überwiegend von ihrer Athletik leben, längst überholt.

"Europäischer Basketball ist stärker geworden"

"Basketball ist eben nicht nur dribbeln und werfen", meinte Griechenlands Nationalcoach Panagiotis Giannakis nach dem hochverdienten 101:95 gegen die USA im Halbfinale der WM in Japan und fand zustimmenden Beifall. "Der Basketball in Europa ist stärker geworden. Er proifitiert bei den Nationalteams aber auch von den Spielern, die bei uns in der NBA spielen", relativierte Liga-Commissioner Stern mit dem Hinweis auf die deutsche Auswahl mit Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks.

Inzwischen ist es primär nicht mehr die Show, sondern die Verwundbarkeit der NBA-Teams, die den Fan in Europa in die Halle lockt. Auch in Köln steht Amerikas Profibasketball auf dem Prüfstand. "Spiele und Turniere zwischen den NBA- und Euroleague-Mannschaften sind ein wichtiger Schritt nach vorne und demonstrieren unseren Ehrgeiz, diesen Sport in dieser wichtigen Phase der Entwicklung weiter wachsen zu lassen", sagte der Euroleague-Präsident Jordi Bertomeu.

© SID

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