Basketball Nationalmannschaft
Deutsche "Riesen" stolpern gegen Kanada

Der Auftakt der Vorbereitung auf die anstehende WM ging für die deutschen Basketabll-Herren gründlich daneben. Gegen Kanada unterlag das Team um NBA-Star Dirk Nowitzki in Hamburg überraschend mit 68:73 (32:30).

Mit schweren Beinen hat Superstar Dirk Nowitzki dem Spiel der deutschen Basketball-Nationalmannschaft im ersten WM-Test gegen Kanada noch nicht seinen Stempel aufdrücken können. Das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann kassierte gegen die international nur zweitklassigen Kanadier eine 68:73 (32:30)-Niederlage und ist drei Wochen vor der Weltmeisterschaft in Japan von einer ansprechenden Verfassung noch weit entfernt.

Nowitzki noch wie ein Fremdkörper

Vor 10 925 Zuschauern in der Hamburger Colorline-Arena wirkte der NBA-Star von den Dallas Mavericks einen Tag nach dem ersten gemeinsamen Training mit seinen Teamkollegen noch wie ein Fremdkörper. Unter dem eigenen Korb agierte der 28-Jährige noch in Normalform, in der Offensive hingegen fehlte es dem Würzburger noch an Zielgenauigkeit und Durchschlag.

Bezeichnend für die schwache Tagesform des Basketball-Millionärs war, das Nowitzki in der ersten Halbzeit nur einen einzigen Punkt erzielen konnte. Gar bis zur 25. Minute dauerte es, ehe ihm der erste Korberfolg aus dem Spielgeschehen heraus gelang.

Die Gäste, die für die diesjährige WM nicht einmal qualifiziert sind, brachten die Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) mit einer eher biederen Spielanlage mehrfach in Verlegenheit und holten im Schlussabschnitt einen Zehn-Punkte-Rückstand sogar noch auf.

Okulaja überragend

Bereits nach einer Viertelstunde führten die Nordamerikaner mit fünf Punkten, ehe die Gastgeber mehr Druck entwickeln konnten und langsam die Oberhand gewannen. Dafür zeichnete in erster Linie der überragende Ademola Okulaja verantwortlich. Schon in der ersten Halbzeit sammelte der Forward in seinem 140. Länderspiel 14 Punkte und damit fast genauso viel wie seine Mannschaftskameraden zusammen.

Sein Debüt im DBB-Trikot feierte Julian Sensley. Der Deutsch-Amerikaner zeigte mehrfach gute Übersicht auf dem Spielfeld, doch auch seine Wurfausbeute war noch verbesserungswürdig.

"Ich weiß selbst, dass ich noch nicht ganz fit bin", räumte Nowitzki ein. Coach Bauermann zeigte sich über den Trainingsrückstand seines Superstars nicht überrascht: "Sein Pensum in den letzten Monaten war überirdisch, er ist einfach noch ein bisschen müde."

Bereits am Sonntag (18.00 Uhr) trifft das DBB-Team in Nürnberg erneut auf die "Ahornblätter". Die nächste Standortbestimmung folgt dann am kommenden Wochenende mit dem Super-Cup in Berlin und Partien gegen die Türkei sowie Italien oder Frankreich. Auf dem Weg zur WM ins fernöstliche Kaiserreich sind drei weitere Testspiele in China vorgesehen.

© SID

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