Basketball Nationalmannschaft
Deutschlands "Korbjäger" vor erstem Härtetest

Heute startet die deutsche Basketball-Nationalmannschaft gegen die Türkei in den Supercup in Berlin. Für das Team um NBA-Star Dirk Nowitzki gilt das Turnier als Härtetest für die WM in Japan (ab 19. August).

Vor dem 18. Basketball-Supercup in Berlin verbreitet die deutsche Nationalmannschaft um ihren Super-Star Dirk Nowitzki vom NBA-Finalisten Dallas Mavericks Aufbruchstimmung und Optimismus pur. Zwei Wochen vor der Weltmeisterschaft in Japan (19. August bis 3. September) proben heute und Samstag in der Max-Schmeling-Halle gleich vier WM-Teilnehmer den Ernstfall.

Nowitzki: "Turnier ist ein super Test für uns"

"Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Das Turnier ist ein super Test für uns", sagte Deutschlands Ausnahme-Korbjäger Nowitzki, der beim Medientraining des WM-Dritten von 2002 in Indianapolis wie gewohnt im Fokus der rund 50 Pressevertreter stand. Auch für Bundestrainer Dirk Bauermann kommt das Turnier zur rechten Zeit: "Der Supercup ist das Kernstück der Vorbereitung. Ein echter Härtetest mit hochkarätigen Gegnern."

Gegen die Türkei heute (20.00 Uhr) und im Duell mit dem EM-Dritten Frankreich oder Olympiazweiten Italien am Samstag (18.00 Uhr) will sich die Mannschaft in WM-Form spielen und ihre positive Entwicklung fortsetzen. "Wir wollen so langsam eine Handschrift erkennbar machen. Wenn es dabei gelingt, das Turnier zu gewinnen, umso besser", sagte Bauermann zur Zielsetzung beim Supercup, den das deutsche Team zum ersten und einzigen Mal vor zwei Jahren in Bamberg gewinnen konnte.

Bei der "Mini-WM" wird den Zuschauern ein Hauch von NBA-Flair geboten. Neben Nowitzki und dem von den Toronto Raptors verpflichteten italienischen Supertalent Andrea Bargnani bieten die Franzosen in Boris Diaw, Tony Parker, Mickael Pietrus, Johan Petro und Ronny Turiaf gleich fünf Spieler aus der nordamerikanischen Profiliga auf. "So ein Level können wir auch bei der WM erwarten. Alle vier Teams sind schlagbar, aber auch hohe Messlatten", sagte Nowitzki, der sich freut, das erste Mal in der deutschen Hauptstadt zu spielen.

"Dirkules" erst bei 60 Prozent

Der 28 Jahre alte Würzburger ist jedoch Trainer Bauermann zufolge nach seinem Urlaub erst "bei 60 Prozent" seiner Leistungsfähigkeit angekommen. Nowitzki: "Zuletzt war ich ein bisschen müde. Wichtig ist, dass wir in zwei Wochen auf unserem höchsten Niveau spielen." Das Team des Vize-Europameisters präsentierte sich im Training aber schon in ordentlicher Verfassung, so dass Bauermann bei der Auswahl des WM-Kaders die Qual der Wahl hat. Aus dem derzeitigen Aufgebot muss der Bundestrainer noch zwei Akteure streichen.

"Klar sind bestimmte Spieler gesetzt. Wir werden uns nach dem Supercup für zwölf Spieler entscheiden. Verdient hätten es eigentlich alle", sagte Bauermann, der sich alternativ vorstellen könnte, 13 Spieler zur anschließenden Testspielreise nach China mitzunehmen. Da alle Spieler fit und gesund sind, kann Bauermann in diesem Jahr aus dem Vollen schöpfen. Auf dem Papier steht ihm somit das vielleicht beste deutsche Nationalteam aller Zeiten zur Verfügung.

© SID

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