Basketball Nationalmannschaft
Einspielen beim Supercup - noch ohne Kaman

Beim heute in Bamberg beginnenden Supercup wollen sich die deutschen Basketballer den Feinschliff für die Olympia-Qualifikation holen. "Neuzugang" Chris Kaman fehlt noch.

Dirk Nowitzki reagierte begeistert, Bundestrainer Dirk Bauermann ist voller Hoffnung: NBA-Spieler Chris Kaman von den Los Angeles Clippers ist nach monatelangem Kampf des Deutschen Basketball Bundes (DBB) eingebürgert und ab sofort für das Nationalteam spielberechtigt. "Der erste Schritt ist gemacht, jetzt fehlt nur noch die Freigabe der Clippers", sagte Coach Bauermann im Vorfeld des Supercups am heutigen Freitag und Samstag in Bamberg.

Noch nicht klar ist, ob der 2,13m große, athletische Center das Nationalteam schon bei der Olympia-Qualifikation in Athen (14. bis 20. Juli) verstärken wird. DBB-Sportdirektor Wolfgang Brenscheidt ist in Kalifornien, um die letzten Modalitäten mit den Clippers vor Ort zu klären.

"Ich habe mit Chris telefoniert. Er will unbedingt für Deutschland spielen. Er ist kein Spieler für einen Sommer, er wird uns auch in den nächsten Jahren zur Verfügung stehen. Das wäre natürlich riesig. Er ist zudem keiner, der unsere Struktur durcheinanderbringen würde", sagt Bauermann, der frühestens in den beiden letzten Testspielen am kommenden Mittwoch in Hamburg und am Freitag in Mannheim gegen Kanada mit Kaman rechnet.

Nowitzki ist ohnehin von den Qualitäten seines NBA-Kollegen überzeugt: "Mit Chris sind wir unter den Körben noch stärker." Eine Größe von 2,13m bei 120 Kilogramm und Referenzen von 15,7 Punkten und 12,7 Rebounds im Schnitt pro Spiel in der abgelaufenen Saison verbreiten im deutschen Lager Optimismus.

Am Mittwoch erhielt der in Wyoming geborene 26 Jahre alte Center mit deutschen Urgroßeltern unter anderem durch große Unterstützung des deutschen Innenministeriums seinen deutschen Pass. Die Formalitäten mit dem Weltverband Fiba wurden in weiser Voraussicht vorzeitig geklärt. Folglich wäre Kaman ab sofort für das DBB-Team spielberechtigt.

Auftakt gegen Puerto Rico

Allerdings wird der Neu-Deutsche beim hochklassig besetzten Supercup in Bamberg in jedem Fall noch fehlen. Gegner sind die ebenfalls in Athen um die drei restlichen Peking-Tickts kämpfenden Gastgeber Griechenland, Slowenien und Puerto Rico, Gegner des DBB-Teams am Freitag (20.30 Uhr). Griechenland und Slowenien bestreiten das zweite Halbfinale (18.00 Uhr), die beiden Sieger am Samstag (18.30 Uhr) das Endspiel.

Nach zwei Siegen gegen Polen in der vergangenen Woche zum Aufgalopp der Testspielserie sagte Bauermann: "Jetzt wird es ernst. Das sind allesamt Weltklassemannschaften. Aber so war es bei unserer Planung der Vorbereitung ja auch vorgesehen. Wir brauchen Gegner von diesem Format, um zu sehen, wo wir stehen. Denn die Zeit ist extrem knapp."

Mit 15 Spielern reiste die deutsche Mannschaft ins Frankenland. Also mit Routinier Ademola Okulaja, der zwar in Berlin mit dem Team trainiert hat, aber nach Rückenbeschwerden noch nicht wieder hundertprozentig fit ist. Dazu Bauermann: "Bei ihm wird man sehen, ob eine Verbesserung eingetreten ist und ob er voll belastbar ist." Probleme bereitet auch der Leverkusener Gordan Geib (Entzündung des Zehennagels).

Gegen Puerto Rico bestritten die deutschen Korbjäger das letzte Länderspiel 1994 bei der WM in Toronto und gewannen 81:74. Im letzten Duell mit Slowenien siegten Nowitzki und Co. bei den Platzierungsspielen der WM 2007 in Madrid 69:65. Dagegen liegt der letzte Sieg gegen Griechenland bereits sieben Jahre zurück. 80:75 lautete das Ergebnis bei der EM 2001 in der Türkei.

© SID

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