Basketball NBA
Chicago erwischt die Heat erneut kalt

Die erfolgreiche Titelverteidigung rückt für die Miami Heat in immer weitere Ferne. Der NBA-Champion verlor auch Spiel zwei der ersten Play-off-Runde gegen Chicago 89:107. Auf Kurs liegen derweil die Phoenix Suns.

Seit den Los Angeles Lakers 2002 hat kein NBA-Champion seinen Titel erfolgreich verteidigen können. Und es sieht ganz danach aus, als würde diese Serie in diesem Jahr weiter bestand haben: Der amtierende Meister Miami Heat verlor auch das zweite Spiel der ersten Play-off-Runde bei den Chicago Bulls mit 89:107 und steht nun im dritten Aufeinandertreffen der "best-of-seven"-Serie am Freitag in eigener Halle gehörig unter Druck.

"Die Bulls haben einfach ihren Korb mit allen Mitteln verteidigt. Wir müssen schlauer spielen, mehr Energie und Leidenschaft zeigen", forderte Heat-Center Shaquille O´Neal nach der Niederlage vor 23 097 Zuschauern im United Center. Nur 46,6 Prozent Wurfquote gestatteten die Bulls ihrem Gegner, trafen selbst 55,1 Prozent ihrer Versuche. 28 Defensiv-Rebounds für Chicago bei nur sechs offensiven für den Gegner sprechen zudem eine deutliche Sprache. Nur bis zur Halbzeit (52:55) konnten die Heat die Partie offen gestalten, ehe Chicago im dritten Viertel mit einem 16:3-Lauf davonzog.

Dwyane Wade, mit 21 Punkten Miamis Topscorer, brachte die Gäste im Schlussabschnitt noch einmal auf sieben Punkte heran, die Bulls machten aber vor allem dank Luol Deng, der 14 seiner 26 Zähler im letzten Viertel erzielte alles klar. "Wir dürfen uns jetzt nicht ausruhen´´, mahnt Deng, nach Ben Gordon (27 Punkte) bester Werfer des Spiels - schließlich haben die Bulls die große Chance, erstmals seit ihrem letzten Meister-Jahr 1998 (damals noch mit Michael Jordan) die erste Play-off-Runde zu überstehen.

Pheonix erteilt Lakers Lektion

Die Los Angeles Lakers stehen nach der zweiten Niederlage ebenfalls mit dem Rücken zur Wand. Der 14-malige Meister war beim 98:126 gegen die Phoenix Suns chancenlos, auch weil Superstar Kobe Bryant nur auf 15 Zähler kam. Bei Gastgeber Phoenix, der schon im zweiten Viertel mit 21 Punkte vorne lag avancierte überraschend Leandro Barbosa zum Topscorer. Der Brasilianer brachte es "von den Bank" in 26 Minuten auf ebensoviele Punkte. Ebenfalls ganz stark: der in den letzten 14 Minuten pausierende Steve Nash (bis dahin 16 Punkte, 14 Assists), Amare Stoudemire (20 Punkte, neun Rebounds, vier Blocks) sowie Shawn Marion (18 Punkte, zehn Rebounds).

Im dritten Spiel des Abends konnten die Toronto Raptors mit einem 89:83 gegen die New Jersey Nets zum 1:1 ausgleichen. Anthony Parker erzielte für Toronto 26 Punkte, New Jerseys Vince Carter brachte es gegen seinen Ex-Klub auf 18 Zähler.

© SID

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