Basketball NBA
Los Angeles Lakers wachen zu spät auf

Eine Aufholjagd im Schlussviertel hat die Los Angeles Lakers in der NBA-Finalserie nicht vor dem 0:2-Rückstand bewahren können. Bei den Boston Celtics gab es ein 102:108.

Die Boston Celtics sind in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA nur noch zwei Siege vom ersten Titelgewinn seit 22 Jahren entfernt. In der Finalserie gegen die Los Angeles Lakers entschied der 16-malige Meister Spiel zwei mit 108:102 für sich und führt in der "best-of-seven"-Serie 2:0. Die Lakers müssen nun mindestens zwei der kommenden drei Spiele auf heimischem Parkett gewinnen, soll die Serie noch einmal nach Boston zurückkehren. Das dritte Aufeinandertreffen findet am Dienstag in Los Angeles statt.

In der insgesamt elften Finalserie zwischen den Celtics und den Lakers sah es vor 18 624 Zuschauern lange Zeit nach einem ungefährdeten Sieg für die Gastgeber aus. 7:30 Minuten vor dem Ende führte Boston noch mit 24 Punkten, doch dann starteten Kobe Bryant und Co. die große Aufholjagd. Bis auf 102:104 konnten die Lakers verkürzen, ehe Paul Pierce für die Entscheidung sorgte. 22 Sekunden waren noch auf der Uhr, als der Forward mit zwei verwandelten Freiwürfen den Sieg unter Dach und Fach brachte. Mit 28 Zählern war Pierce zudem erfolgreichster Punktesammler der Celtics. Leon Powe holte 21, Kevin Garnett und Ray Allen sammelten jeweils 17 Punkte für Boston.

Auf Seiten der Lakers suchte Superstar Bryant lange nach dem richtigen Rezept, brachte es am Ende als bester Werfer seiner Mannschaft aber doch auf 30 Punkte. Mit sieben erfolgreichen Dreiern im Schlussviertel egalisierten die Lakers eine Rekordmarke der NBA-Finalserien.

Schiri-Schelte von Lakers-Coach Jackson

Lakers-Coach Phil Jackson suchte die Schuld an der Niederlage vor allem bei den Referees, die Boston wesentlich mehr Freiwürfe zugestanden hatten. 38 Mal gingen die Celtics an die Linie, nur zehnmal die Lakers. "So etwas habe ich in noch keinem Finalspiel erlebt, das ist unglaublich. Leon Powe erhält in 14 Spielminuten mehr Freiwürfe als mein gesamtes Team. Meine Spieler werden gefoult, dürfen aber nicht an die Linie", echauffierte sich Jackson.

"Das ist nicht das Ende der Welt. Wir sind zu weit gekommen, als dass uns ein 0:2-Rückstand nervös machen könnte", sagte Kobe Bryant und hofft auf die Heimstärke seines Teams. Schließlich konnten die vergangenen acht Play-off-Spiele im Staples Center gewonnen werden. Zumindest die Statistik sollte den Topscorer der Lakers aber doch ins Grübeln bringen. Nur dreimal wurde in der langen Historie der NBA-Finals eine 2:0-Serienführung noch aus der Hand gegeben. Die Lakers gerieten am Sonntag zum mittlerweile sechsten Mal in einer Finalserie mit 0:2 in Rückstand. Bislang blieb dem neunmaligen Champion der Titel unter diesen Voraussetzungen immer verwehrt.

© SID

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