Basketball NBA
Mavericks marschieren Richtung Titel

Den Dallas Mavericks fehlen nur noch zwei Siege zum erstmaligen Gewinn des NBA-Titels. Die Texaner um Dirk Nowitzki gewannen das zweite Spiel gegen die Miami Heat mit 99:85 und führen in der "best-of-seven"-Serie 2:0.

Die Dallas Mavericks um den deutschen Basketball-Superstar Dirk Nowitzki marschieren in der nordamerikanischen Profiliga NBA unbeirrt Richtung Titelgewinn. Die Texaner gewannen das zweite Match der Finalserie vor heimischer Kulisse gegen die Miami Heat deutlich mit 99:85 und benötigen nach dem 90:80-Auftakterfolg vom Donnerstag in der "best-of-seven"-Serie nur noch zwei Siege zum ersten Meisterschaftstriumph der 26-jährigen Vereinsgeschichte. Beim nächsten Aufeinandertreffen in Spiel drei hat Miami am Dienstag erstmals Heimrecht.

Topscorer im zum 222. Mal in Folge ausverkauften American Airlines Center war einmal mehr der gebürtige Würzburger Nowitzki, der 26 Punkte und 16 Rebounds zum wichtigen Erfolg der "Mavs" beisteuerte. Jerry Stackhouse mit 19 Punkten von der Bank, Jason Terry mit 16 und Josh Howard mit 15 Zählern zeigten sich ebenfalls treffsicher. Auf Seiten der Gäste überzeugte Dwyane Wade mit 23 Punkten und acht Rebounds, während Shaquille O´Neal mit nur fünf Zählern einen schwachen Abend erwischte. Bei der schlechtesten Vorstellung seiner Play-off-Karriere traf "Shaq-Attack" bei zwei von fünf Versuchen aus dem Feld und nur einen von sieben Freiwürfen.

Nach dem 2:0 spricht in der Serie jetzt alles für einen Titelgewinn der Mavericks. In der langjährigen NBA-Historie haben sich eine solche Führung erst zwei Mannschaften nehmen lassen und die Meisterschaft auf der Zielgeraden noch verschenkt: Die Boston Celtics im Jahr 1969 und die Portland Trail Blazers 1977.

"Nur nicht relaxen"

"Das war der erhoffte Traumstart. Doch eigentlich ist noch nichts gewonnen, weil man diese beiden Heimsiege von uns erwartet hatte. Jetzt dürfen wir nur nicht relaxen und müssen weiter Vollgas geben", forderte Nowitzki, der sich gegenüber dem Finalauftakt ("Dort war ich so nervös wie selten zuvor") deutlich verbessert zeigte. Das galt vor allem für seine Leistung unter dem Korb.

Den Grundstein für den vierten Saisonerfolg im vierten Spiel gegen die Heat legte Dallas zum Ende des zweiten Viertels. Durch einen 27:6-Zwischenspurt innerhalb von nur acht Minuten drehten die Mavericks einen 23:28-Rückstand zur Pause in eine 50:34-Führung. "Es war natürlich sehr gut, mit einem Vorsprung in die Halbzeitpause zu gehen", erklärte Routinier Stackhouse.

In der zweiten Hälfte hatte Miami den Gastgebern kaum noch etwas entgegenzusetzen und kam nicht mehr näher als zwölf Punkte an Nowitzki und Co. heran. Auf die Frage, was man am Dienstag besser machen müsste, antwortete Miamis Topscorer Wade vielsagend: "Alles."

Auch Miamis Coach Pat Riley konnte in der Pressekonferenz seine Enttäuschung nicht verbergen. "Dallas hatte mehr Willen und mehr Energie. In dieser Form hatten wir heute keine Siegchance." Nachdem seine Mannschaft in der zweiten Spielhälfte bereits mit 27 Punkten zurücklag, wollte sie der ehemalige Meistercoach mit einem letzten, verzweifelten Schachzug motivieren. Er nahm den völlig enttäuschenden O´Neal vom Feld, doch eine Signalwirkung brachte auch das nicht mehr.

"Miami bleibt trotzdem gefährlich"

"Miami bleibt trotzdem gefährlich. Sie haben einfach zuviel Klasse, um uns das Leben bei den nächsten Spielen noch einmal so einfach zu machen", zeigte Nowitzki beinahe Mitleid mit dem am Boden liegenden Gegner. Zu allem Überfluss wird der aus Heat-Sicht völlig verkorkste Abend auch noch aus anderen Gründen in den Geschichtsbüchern der NBA verewigt. Gleich zweimal wurden Mavericks-Spieler beim efolgreichen Dreipunktewurf gefoult und verwandelten den anschließenden Freiwurf zum seltenen Vierpunkte-Angriff, den es in den bisherigen Finals nur sechsmal gegeben hatte.

© SID

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