Basketball NBA
Nowitzki beim Allstar-Spiel zunächst nur Reservist

Beim traditionellen Allstar-Spiel muss Dirk Nowitzki zunächst auf der Auswechselbank Platz nehmen. "Bei diesem Ereignis dabei zu sein, ist immer eine Ehre", sagte Nowitzki.

Von den Trainern geliebt, von den Fans verschmäht: Wenn sich Amerikas Basketball-Stars in der Nacht zu Montag in Phoenix zum 58. Mal beim Allstar-Spiel duellieren, muss sich Dirk Nowitzki einmal mehr mit der Rolle des Edelreservisten abfinden. Trotz einer erneut guten Saison mit durchschnittlich 25,9 Punkten pro Spiel wurde der gebürtige Franke wie im Vorjahr bei der Internet-Wahl nicht in die Startformation der West-Auswahl berufen.

Nowitzki nahm die Degradierung allerdings als der gewohnt bescheidene Gentleman zur Kenntnis: "Bei diesem Ereignis dabei zu sein, ist immer eine Ehre. Außerdem trifft man an diesem Wochenende immer viele alte Freunde. Ich werde ein bisschen Spaß haben."

Zehn Jahre in der NBA

Fast auf den Tag genau zehn Jahre nach seinem ersten Auftritt in der NBA darf das einstige "German Wunderkind" mit berechtigtem Stolz auf das US-Abenteuer zurückblicken. Dank Talent und Disziplin gehört Nowitzki, der von seinem Ausrüster für das sonntägliche Gipfeltreffen mit zu den Trikots passendem roten Schuhwerk versorgt wurde, heute zu den wohlklingendsten Namen der Liga und stellt an diesem Wochenende mit acht Allstar-Berufungen in Folge bei den Mavericks einen Vereinsrekord auf.

Dass es auch in diesem Jahr nur dank einer Wildcard der Coaches für den Trip zum Klassiker reichte, dürfte auch daran liegen, dass die Fans in Phoenix zunächst den dort beheimateten Amare Stoudemire auf der Forward-Position spielen sehen wollen. Eine Wahl, die zumindest bei einem Blick auf die Statistiken nicht unbedingt Sinn macht. Nowitzki liegt als viertbester Werfer der NBA sowohl bei den Punkten (Stoudemire: 21,0), als auch bei den Rebounds (8,3/8,1) und Assists (2,3/2,1) im direkten Vergleich vorne.

37 Punkte gegen Meister Boston Celtics

Wie wichtig der Deutsche für sein Team ist, bewies sich einmal mehr am Donnerstagabend. Nowitzki war gegen Meister Boston Celtics mit 37 Punkten erfolgreichster Werfer auf dem Parkett, konnte allerdings die 92:99-Niederlage nicht verhindern. Dallas lag bis gut fünf Minuten vor Schluss durchweg in Führung, bis sich die Celtics in einer mit Haken und Ösen geführten Begegnung (sechs Technische Fouls und ein Platzverweis gegen Celtics-Coach Doc Rivers) mit einem fulminanten Schlussspurt den neunten Auswärtssieg in Folge sicherten.

Shaquille O'Neal einmal mehr im Mittelpunkt

Dort werden dann statt Nowitzki andere im Mittelpunkt stehen - überraschenderweise auch noch einmal Megastar Shaquille O'Neal. Der mittlerweile 36-Jährige erlebt im Dress der Phoenix Suns seinen zweiten Frühling und verdoppelte mit bisher zwölf Spielen mit mindestens 20 Punkten und zehn Rebounds bereits zur Saisonhalbzeit seine Vorjahresquote. Und das, obwohl die Suns ihm bei zwei Spielen ohne Ruhetag automatisch eine Spielpause gönnen.

Sein 15. Allstar-Spiel wollte "Shaq" derweil um keinen Preis verpassen. "Ich bin der 'Pate' der NBA und einer der letzten Dinosaurier. In Phoenix stehe ich als Kapitän am Ruder. Wir werden eine großartige Zeit haben."

© SID

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