Basketball NBA
Nowitzki: "Es war enttäuschend"

Nach der Niederlage gegen San Antonio war Dirk Nowitzki mehr als enttäuscht. "Wir haben gut genug gespielt, um zu gewinnen. Am Ende haben wir den Sieg leichtfertig verschenkt", so der Superstar der Dallas Mavericks.

Die 85:87-Niederlage zum Auftakt der zweiten Play-off-Runde bei Titelverteidiger San Antonio Spurs lag Dirk Nowitzki weitaus schwerer im Magen, als die Enttäuschung über seinen dritten Platz bei der Wahl zum wertvollsten Spieler (MvP) der Saison. "Es war enttäuschend. Wir haben gut genug gespielt, um die Begegnung zu gewinnen. Aber am Ende haben wir den Sieg leichtfertig verschenkt", sagte der deutsche Basketballstar, nachdem sein Team die letzten sechs Wurfversuche der Partie gegen den Titelverteidiger vergeben hatte.

Nur 20 Zähler von "Dirkules"

Nach durchschnittlich 31,9 Punkten in der Auftaktunde gegen die Memphis Grizzlies musste sich Nowitzki am Sonntag mit 20 Zählern begnügen. Spiel zwei der Serie "best of seven" findet in der Nacht zum Mittwoch (ab 3.30 Uhr live auf Premiere) erneut in San Antonio statt. Eine weitere Niederlage für Dallas könnte bereits eine Vorentscheidung bedeuten.

Dirk Nowitzki war als Mitfavorit ins Rennen um den prestigeträchtigen MvP-Titel der National Basketball Association (NBA) gegangen. Dass es trotz einer tollen Saison am Ende wie im Vorjahr mit 544 Punkten "nur" für Rang drei reichte, nahm der Deutsche als fairer Verlierer zur Kenntnis. Zumal sein früherer Mannschaftskamerad und bester Kumpel Steve Nash (Phoenix Suns/924) zum zweiten Mal in Folge den Zuschlag der Sportjournalisten erhielt. Nowitzki, der den zweiten Platz Jungstar Lebron James (Cleveland Cavaliers/688) überlassen musste, stach immerhin noch Kobe Bryant (Los Angeles Lakers/483) aus.

Schwerer lag dem Würzburger die völlig unnötige Auftaktpleite im mit Spannung erwarteten Showdown der beiden besten Mannschaften der Western Conference im Magen. Dallas, das sich nach dem Durchmarsch in Runde eins eine Woche lang ausruhen durfte, lag über weite Strecken der Partie in Führung. Selbst der Schachzug, den in diesem Jahr eher unauffälligen Superstar des Gegners, Tim Duncan, nicht in Doppeldeckung zu nehmen und ihm ohne große Gegenwehr 30 Punkte zu überlassen, zahlte sich zunächst aus.

Katastrophales Schlussviertel

Doch im Schlussviertel lief bei den "Mavs" plötzlich nichts mehr. Magere 13 Punkte brachten sie im Korb des Gegners unter, zu wenig, um die Überraschung zu schaffen und den von Coach Avery Johnson geforderten "Psycho-Schocker" in die Tat umzusetzen. Auch Nowitzki, der sich in den spielfreien Tagen mit jeweils zwei harten Einheiten im Fitness-Center in Form hielt, passte sich dem Niveau mit zwei mageren Punkten an. Nicht nur deshalb gab es hinterher von Johnson einen Seitenhieb. Der Coach haderte mit der mangelnden Defensivarbeit des Deutschen und bezichtigte ihn augenzwinkernd der "Kuschel-Verteidigung".

"Am Dienstag werden die Karten neu gemischt. Wir werden sicher einiges ändern und hoffentlich mit einem 1:1-Zwischenstand heimfliegen", kündigte Johnson an. Aller Voraussicht nach dürfte dann auch wieder Nowitzki den Ball in den Schlusssekunden in die Hand bekommen. Am Sonntag passte dieser die Kugel 13,9 Sekunden vor Ende der Begegnung zu Jerry Stackhouse (24 Punkte), der den potenziell siegbringenden Dreipunktewurf auf den Korbrand setzte.

© SID

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