Basketball NBA
Nowitzki: "Karten werden neu gemischt"

Am Wochenende startet die NBA in die heiße Saisonphase. Die 16 besten Teams kämpfen in den Play-offs um die Krone. Dirk Nowitzki zählt mit den Dallas Mavericks zu den Favoriten, warnt aber vor überzogenem Optimismus.

Die Ausgangslage könnte für die Dallas Mavericks und Superstar Dirk Nowitzki kaum besser sein. Wenn die 16 besten Mannschaften ab heute in den Play-offs um die Krone in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga (NBA) kämpfen, können sich die Texaner eigentlich nur selbst schlagen - zumindest auf dem Papier. Erstmals in ihrer Vereinsgeschichte gehen die "Mavs" als das an Nummer eins gesetzte Team in die Ausscheidungsrunde ("best-of-seven") und haben dort im jeweils siebten Spiel bis ins Finale Heimrecht.

Nowitzki warnt vor Überheblichkeit

Trotzdem warnte Nowitzki vor dem Auftakt am Montag (3.30 Uhr Mesz) gegen die Golden State Warriors vor überzogenem Optimismus. "In den Play-offs werden die Karten neu gemischt. Alles, was bisher war, hat jetzt keine Bedeutung mehr. Wir müssen jedes Spiel wie Spiel sieben betrachten."

Seit 1999 verlor keine topgesetzte Mannschaft mehr in der ersten Runde. Damit die Mavericks sich nicht vor den Augen der Weltöffentlichkeit blamieren, griff Coach Avery Johnson in der letzten Woche tief in die Trickkiste. Zunächst gönnte er seinen Leistungsträgern in den abschließenden fünf Saisonspielen abwechselnd eine Ruhepause. Als es im vorletzten Spiel gegen Golden State ging, ließ er praktisch sein gesamtes Team auf der Bank und trat mit der B-Vertretung an.

Ein Blick auf die abgelaufene Saison verrät, warum Dallas die an Nummer acht gesetzten und in den letzten 21 Begegnungen 15-mal siegreichen Warriors nicht auf die leichte Schulter nimmt. Diese werden nicht nur von Mavericks-Insider Don Nelson betreut, der in der vorletzten Saison von Dallas nach Golden State wechselte. Nowitzki und Co. verloren in diesem Winter sämtliche drei Duelle, zwei davon mit mehr als 15 Punkten Unterschied. Eine andere Statistik mahnt ebenfalls zur Vorsicht. Die "Mavs" gewannen 30 von 32 Spielen, wenn sie mindestens 100 Punkte erzielten. Der Gegner in den beiden anderen Begegnungen: die Golden State Warriors.

Nowitzki erster MVP-Kandidat

So ließ Nowitzki sogar gerade veröffentlichte Hochrechnungen außer acht, die ihn als Topfavoriten für die Wahl zum wertvollsten Spieler der Saison outeten. "Das interessiert mich nur am Rande. Wichtig ist das Team-Erlebnis. Wir haben lange an der Final-Niederlage des Vorjahres geknabbert. Jetzt wollen wir endlich den Titel." Glaubt man inoffiziellen Umfragen, kann der deutsche Nationalspieler und Vize-Europameister zumindest hinsichtlich des MVP-Titels den Sekt kaltstellen. Angeblich soll er die Abstimmung unter einer Hundertschaft von Sportjournalisten mit deutlichem Vorsprung vor Vorjahressieger Steve Nash (Phoenix Suns) und Kobe Bryant (Los Angeles Lakers) gewinnen.

In der stärker eingeschätzten Western Conference bekommen es die hinter Dallas an Nummer zwei gesetzten Phoenix Suns mit Ex-Meister Los Angeles Lakers zu tun. Die San Antonio Spurs haben gegen die Denver Nuggets Heimrecht und die Utah Jazz empfangen die Houston Rockets. Im Osten treffen die Detroit Pistons auf die Orlando Magic, Superstar Lebron James und die Cleveland Cavaliers empfangen die Washington Wizards, die Toronto Raptors spielen gegen die New Jersey Nets und Titelverteidger Miami Heat steht mit dem wiedererstarkten Altmeister Chicago Bulls ein echter Prüfstein ins Haus.

© SID

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