Basketball NBA
Nowitzki mit den Mavericks vor dem Aus

Nach der dritten Niederlage im vierten Spiel gegen Angstgegner Golden State Warriors ist die Lage für Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks in den NBA-Play-offs dramatisch. Die Texaner liegen mit 1:3 im Hintertreffen.

Nur noch ein kleines Wunder kann die Dallas Mavericks und ihren schwächelnden Superstar Dirk Nowitzki vor dem frühen Aus retten. Die in den Play-offs der National Basketball Association (NBA) an Nummer eins gesetzten Texaner unterlagen bei den Golden State Warriors 99:103 und liegen damit in der Best-of-seven-Serie 1:3 in Rückstand. Bei einem Scheitern befände sich Dallas in illustrer Gesellschaft. Bereits am Sonntag verabschiedete sich Titelverteidiger Miami Heat mit einer 79:92-Heimniederlage gegen die Chicago Bulls sang- und klanglos aus den Play-offs.

Während die Warriors ihren Sieg mit Feuerwerk und Konfettiregen beinahe wie die Meisterschaft feierten, schlichen Nowitzki und Co. wie in Trance aus der brodelnden Arco Arena. Vor allem "The Big D." lieferte erneut eine enttäuschende Vorstellung ab. Zwar verbesserte Dirk Nowitzki in der Schlussminute seine Ausbeute mit zwei am Ende wertlosen "Dreiern" auf 23 Punkte, doch während der Partie war vom vermeintlichen Führungsspieler kaum etwas zu sehen. "Von einem wie ihm erwartet man mehr. Er hat sich in den Play-offs versteckt und ist damit der Hauptfaktor für den schlimmen Auftritt der Mavericks", übte nicht nur Altstar Reggie Miller beißende Kritik.

Nowitzki: "Es will einfach nicht viel gelingen"

Nowitzki selbst suchte in der Pressekonferenz sichtlich angeschlagen nach einem Ausweg aus der Krise. "Ich hatte eine paar gute Wurfgelegenheiten, aber es will einfach nicht viel gelingen. Im Augenblick sitzen alle mit hängenden Schultern in der Kabine. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Jetzt müssen wir uns aufraffen und mit einem Heimsieg den ersten Schritt zur Rettung machen." Die fünfte Partie findet in der Nacht zum Mittwoch (ab 3.30 Uhr) in Dallas statt.

Der Franke könnte in dieser Woche zur tragischen Figur werden, wenn ihn die vor den Play-offs durchgeführte Wahl zum wertvollsten Spieler der Liga wie erwartet als Sieger aufweist. Sollten die Mavericks tatsächlich als drittes topgesetztes Team der NBA-Geschichte nach den Denver Nuggets (1994) und den New York Knicks (1999) in der ersten Runde ausscheiden, behielten aber jene Kritiker Oberhand, die dem Franken bereits beim letztjährigen Scheitern im Finale gegen Miami Nervenschwäche vorwarfen.

Auch die Statistik macht den "Mavs" wenig Mut

Gegen die wie immer konsequent auf Angriff spielenden Warriors konnte Dallas am Sonntag zumindest das Spiel bis in die Schlussphase offenhalten. Matchwinner beim Sieger war Baron Davis, der sich einmal mehr als "Mavericks-Killer" erwies. Zunächst beförderte er mit der Halbzeitsirene einen Glückswurf aus 15 Metern in den Korb, in der Schlussphase hatte der Point Guard dann mit acht seiner 33 Punkte starken Anteil am 15:2-Endspurt seines Teams.

Für das fünfte Aufeinandertreffen blieb der Tageszeitung Dallas Morning News dann nur noch die Hoffnung auf die Rückkehr eines alten Bekannten: "Wenn doch nur der "echte" Dirk Nowitzki wieder auftauchen würde". Die Statistik aber spricht gegen die "Mavs". Fünfmal lagen sie in den Play-offs 1:3 zurück, fünfmal schieden sie aus. Nur acht Teams in der NBA schafften es bislang, einen solchen Rückstand noch umzubiegen.

Lakers und Toronto mit dem Rücken zur Wand

Große Sorgen müssen sich auch die Los Angeles Lakers und die Toronto Raptors machen: Die Lakers ließen nach der 100:113-Heimschlappe gegen die Phoenix Suns ebenso mit 1:3 im Rückstand wie Toronto nach dem 81:102 bei den New Jersey Nets.

Die Spiele des Tages in der Übersicht:

Miami Heat - Chicago Bulls 79:92 (Play-off-Stand 0:4), Los Angeles Lakers - Phoenix Suns 100:113 (Play-off-Stand 1:3), New Jersey Nets - Toronto Raptors 102:81 (Play-off-Stand 3:1), Golden State Warriors - Dallas Mavericks 103:99 (Play-off-Stand 3:1).

© SID

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