Basketball NBA
Nowitzki sorgt für historische Pleite der Nets

Durch eine 101:117-Niederlage gegen die Dallas Mavericks um Dirk Nowitzki haben die New Jersey Nets den schlechtesten Saisonstart aller Zeiten hingelegt.

Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks feierten ihren 14. Saisonerfolg, die unterlegenen New Jersey Nets wären wohl am liebsten im Boden versunken. Durch die 101:117-Niederlage gegen die Mavs blieb das Team aus East Rutherford auch in der 18. Partie der Spielzeit sieglos und stellte damit einen unrühmlichen Rekord auf. Mit einer Bilanz von 0:18 war zuvor noch keine Mannschaft in eine Saison der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA gestartet.

"Natürlich will jeder Spieler Geschichte schreiben, aber doch nicht auf diese Art und Weise", sagte Nets-Guard Devin Harris, der bis Februar 2008 noch das Trikot der Mavericks getragen hatte. Nun erteilte sein altes Team seiner neuen Mannschaft eine Lehrstunde. Allein im zweiten Viertel erzielte Dallas 49 Punkte und verbuchte in der ersten Halbzeit eine Trefferquote von insgesamt 81 Prozent. Ein solcher Wert war zuletzt den Denver Nuggets vor mehr als dreieinhalb Jahren gelungen.

"Beste Leistung seit langer, langer Zeit"

"Im zweiten Viertel haben wir die beste Leistung seit langer, langer Zeit gezeigt. In einer Halbzeit mehr als 80 Prozent der Schüsse zu verwandeln, ist einfach unglaublich", sagte Nowitzki, der mit 24 Punkten bester Werfer seines Teams war. Zudem gelangen dem Würzburger sieben Rebounds und acht Assists. Mit durchschnittlich 27,0 Punkten pro Partie liegt Nowitzki in der NBA-Bestenliste derzeit auf Rang fünf.

Während die Mavs mit einer Bilanz von 14:5 Siegen weiter die Southwest-Division der Western Conference anführen, ist die Saison für die Nets nach knapp einem Viertel der Partien schon nicht mehr zu retten. "Manchmal sieht es fast so aus, als würden wir aufgeben, anstatt zu kämpfen. Wir müssen Herz zeigen", sagte New Jerseys Guard Chris Douglas-Roberts. Vor der neuerlichen Nets-Niederlage hatten die Miami Heat (1988/1 989) und die Los Angeles Clippers (1998/1 999) mit jeweils 17 Pleiten zu Saisonbeginn die schlechtesten Starts der NBA-Historie hingelegt.

Vandeweghe nimmt das Heft nun selbst in die Hand

Für Besserung soll nun Kiki Vandeweghe sorgen. New Jerseys bisheriger General Manager rückt bereits im nächsten Spiel am kommenden Freitag gegen die Charlotte Bobcats auf die Trainerbank und löst Interimscoach Tom Barisse ab, der in den beiden vergangenen Partien den gefeuerten Lawrence Frank ersetzt hatte. "Die letzten Leistungen waren einfach inakzeptabel", sagte Vandeweghe, der das Heft nun selbst in die Hand nimmt.

Douglas-Roberts wollte die Schuldigen für die Misere derweil nicht an der Seitenlinie suchen. "Es liegt nicht an den Trainern. Sie können ja nicht selbst aufs Feld gehen und spielen. Daher ist es egal, war auf der Bank sitzt", sagte der 22-Jährige frustriert: "Wir sind das einzige sieglose Team der Liga. Andere Mannschaften sind auch nicht gut, aber sie gewinnen zumindest manchmal."

Nicht annähernd so dramatisch wie bei den Nets ist die Lage bei den Los Angeles Clippers um Chris Kaman. Das Team des deutschen Nationalspielers verlor zwar gegen die Houston Rockets mit 85:102 hat aber den Anschluss an die Play-off-Plätze mit einer Bilanz von 8:11-Siegen noch nicht vollends verloren. Kaman bot mit zehn Punkten und fünf Rebounds eine allenfalls durchschnittliche Leistung.

Der Spieltag im Überblick:

Atlanta Hawks - Toronto Raptors 146:115, Cleveland Cavaliers - Phoenix Suns 107:90, Orlando Magic - New York Knicks 118:104, Washington Wizards - Milwaukee Bucks 104:102, New Jersey Nets - Dallas Mavericks 101:117, Chicago Bulls - Detroit Pistons 92:85, Minnesota Timberwolves - Memphis Grizzlies 95:97, Oklahoma City Thunder - Philadelphia 76ers 117:106, Sacramento Kings - Indiana Pacers 110:105, Los Angeles Clippers - Houston Rockets 85:102

© SID

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