Basketball NBA
Nowitzki und die "Mavs" erleben ihr Waterloo

Der Traum vom ersten NBA-Titel ist für Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks schon in Play-off-Runde eins geplatzt. In Spiel sechs unterlagen die "Mavs" den Golden State Warriors sang- und klanglos mit 86:111.

Der Super-GAU für die Dallas Mavericks ist perfekt: Als erst drittes Team der NBA-Geschichte sind die "Mavs" in der ersten Play-off-Runde als topgesetzte Mannschaft an der Nummer acht der Setzliste gescheitert. Der texanische Titelfavorit um den deutschen Star Dirk Nowitzki unterlag in Spiel sechs der "best-of-seven"-Serie bei den Golden State Warriors deutlich mit 86:111. Vor den Mavericks mussten schon 1994 die Seattle Supersonics (gegen Denver) und 1999 die Miami Heat (gegen New York) von der "Pole Position" aus die Segel streichen - damals allerdings jeweils in "best-of-five-Serien."

Dirk Nowitzki erlebte auch im Hinblick auf seine persönliche Bilanz den schwärzesten Abend seit langem. Der MVP-Kandidat traf nur zwei seiner 13 Würfe auf dem Feld, hatte eine Dreierbilanz von 0:6, kam insgesamt nur auf acht Punkte und wurde in der zweiten Halbzeit von Coach Avery Johnson über längere Strecken aus dem Spiel genommen.

Nowitzki völlig geknickt

"Es ist unendlich traurig. Ich haben keinen Rhythmus gefunden und konnte meinem Team nichts zurückgeben. In einer Situation, wo es um alles geht, ist das natürlich noch frustrierender", sagt Nowitzki und rang mit versteinerte Miene um Worte.

Sein Coach Avery Johnson, der das Ausscheiden zum negativen Höhepunkt seiner 19-jährigen Karriere in der NBA erklärte, brach derweil eine Lanze für seinen in der regulären Saison besten Spieler: "Er wurde halt laufend in Doppeldeckung genommen. Im Endeffekt sind wir als Team an mangelndem Selbstbewusstsein gescheitert. Das ist nach 67 Siegen schockierend."

Nur bis zur Halbzeit Gegenwehr

Vor 20 677 Zuschauern in der Oracle Arena in Oakland - vornehmlich Warriors-Fans, die ihre Mannschaft regelrecht nach vorne peitschten - konnte Dallas nur bis zum Ende der ersten Halbzeit mithalten, lag da mit 48:50 noch recht gut im Rennen. Den Grundstein zum Sieg legten die Warriors dann im dritten Viertel, das sie mit 36:15 gewannen, dabei 18 Punkte in Serie erzielten. Mit 63:86 ging Dallas in den Schlussabschnitt - doch auch dort konnten die Gäste kaum noch Gegenwehr leisten. Die Warriors bleiben damit der absolute Angstgegner für Dallas: Sechs von acht Spielen verloren die "Mavs" gegen das Team von der San Francisco Bay.

Topscorer bei Golden State war Guard Stephen Jackson, der 33 Punkte erzielte und sieben seiner acht Dreier-Versuche verwandelte. Mann des Spiels war allerdings Baron Davis, der trotz einer Oberschenkel-Verletzung in 38 Minuten auf 20 Punkte und zehn Rebounds kam. Bei den durch die Bank enttäuschenden Mavericks hatten Josh Howard und Jerry Stackhouse jeweils 20 Zähler vorzuweisen.

Entscheidungsspiel zwischen Houston und Utah

Den Utah Jazz gelang derweil mit einem 94:82-Heimsieg der Ausgleich zum 3:3 gegen die Houston Rockets. Im entscheidenden Match um den Einzug in die zweite Runde stehen sich beide Teams am Sonntag in Houston gegenüber.

© SID

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