Basketball NBA
Nowitzkis Mavericks starten mit Sieg ins Finale

Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks sind mit einem Sieg in die Finalserie der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA gestartet. Der deutsche Superstar steuerte 16 Punkte zum 90:80 gegen die Miami Heat bei.

Optimaler Start für die Dallas Mavericks: Das Team um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki hat durch ein 90:80 gegen die Miami Heat im Kampf um die Krone in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA in der Serie "Best of seven" die Führung übernommen. Spiel zwei findet in der Nacht zum Montag (3 Uhr/live bei Premiere) erneut in Dallas statt.

Matchwinner der Texaner war Jason Terry, der insgesamt auf 32 Punkte kam und vor allem im letzten Viertel die 1:0-Führung im Duell der beiden Final-Debütanten untermauerte. Der Guard sprang für die enttäuschenden Offensivkräfte der "Mavs" ein: Nowitzki fand nie zu seiner bislang überragenden Play-off-Form, traf bei 14 Versuchen nur viermal und kam nur auf 16 Punkte, Josh Howard lediglich auf zehn Zähler.

Meister im Feiern

Bunter Konfettiregen und eine Ehrenrunde - zumindest beim Feiern bewiesen die Mavericks nach dem Auftaktsieg unumstrittene Meisterqualitäten. Auf dem Parkett konnten dagegen beide Mannschaften die hohen Erwartungen zu keinem Zeitpunkt erfüllen. "Es war sportlich sicher nicht unbedingt hochwertig, doch am Ende zählt nur der Erfolg. Jetzt können wir zumindest etwas befreiter aufspielen", meinte Nowitzki, dem schon vor dem Spiel während der Nationalhymne der enorme Druck deutlich anzusehen war.

Nicht nur dem deutschen Superstar der "Mavs" zitterten zu Beginn die Hände. Der 2:1-Favorit aus Dallas wirkte übermotiviert und angespannt, während die vom alten Trainer-Fuchs Pat Riley gut eingestellten Heat im ersten Viertel nach Belieben durch die schlecht organisierte Abwehr des Gegners spazierten. Dank einer Trefferquote von 70 Prozent lagen die Gäste schnell mit 31:23 in Führung. Nowitzki - mit vier von 14 verwandelten Wurfversuchen weit von seiner bisherigen Play-off-Form entfernt - meinte anschließend kopfschüttelnd: "Sie starteten wie die Feuerwehr und wir sind in Ehrfurcht erstarrt."

Zum Glück konnte sich der West-Meister auf seinen zweitbesten Schützen der Saison verlassen. Jason Terry, wegen seiner Antrittskraft in NBA-Kreisen als "The Jet" bekannt, riss vor der Pause gegen die nun nachlassenden Heat mit 20 Punkten in acht Minuten das Spiel in bester Nowitzki-Manier an sich. Von Mavericks-Coach Avery Johnson gab es dafür ein dickes Sonderlob ("Ohne ihn hätten wir heute keine Chance gehabt"), dessen Gegenüber Riley dachte derweil schon mit Grauen ans nächste Spiel: "Dann müssen wir den Luftraum des "Jets" deutlich eingrenzen."

Noch mehr Sorgen dürfte Riley allerdings die in der zweiten Spielhälfte erschreckend schwache Offensiv-Ausbeute seines Teams bereiten. Vor allem an der Freiwurflinie versagten Shaquille O´Neal und Co. die Nerven. Mit dem Negativrekord von sieben von 19 verwandelten Versuchen (42 Prozent Trefferquote) verschafften sich die Heat einen zweifelhaften Eintrag in die Rekordbücher und präsentierten dem Gegner den Sieg auf dem Silbertablett.

"Shaq" gibt sich kämpferisch

"Shaq-Attack" (17 Punkte), hinter Dwayne Wade (32 Punkte) zweitbester Werfer der Heat, gab sich trotzdem kämpferisch: "Unser Ziel, einen Sieg aus Dallas zu entführen, ist immer noch realistisch. Wir müssen nur die mentalen Fehler abstellen und zur Form des ersten Spielviertels zurückfinden."

Nowitzki blickte derweil der Zukunft wesentlich gelassener als vor dem Final-Auftakt entgegen: "Heute hat sich bewiesen, dass wir nicht allein wegen mir 60 der 82 Saisonspiele gewonnen haben. Unser Team ist ausgeglichen besetzt, jeder kann ein Spiel herumreißen." Coach Johnson erwartet dennoch speziell von seinem Star eine deutliche Leistungssteigerung. "Den echten Nowitzki bekamen wir heute nicht zu Gesicht. Doch ich bin sicher, das wird sich ändern. Dirk ist ein Krieger.´

© SID

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