Basketball NBA
Rabenschwarzer Tag für Nowitzki und die Mavericks

Mit einem 106:86 haben die Phoenix Suns im NBA-Play-off-Halbfinale gegen die Dallas Mavericks in der "best-of-seven"-Serie zum 2:2 ausgleichen können. Dirk Nowitzki erlebte mit nur elf Punkten sein persönliches Debakel.

Rückschlag für die Dallas Mavericks und ihren deutschen Superstar Dirk Nowitzki im Play-off-Halbfinale der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA. Die "Mavs" haben in der Halbfinalserie gegen die Phoenix Suns die Chance zum Matchball verspielt und stehen nach der 86:106-Niederlage am Dienstag wieder unter Zugzwang. Nach der mit Abstand schwächsten Leistung in den diesjährigen Play-offs müssen die Texaner bei einem Zwischenstand von 2:2 in der Nacht zum Freitag (2.30 Uhr/live bei Premiere) in heimischer Arena punkten.

Debakel für Nowitzki

Dirk Nowitzki, der mit elf Zählern erstmals seit 42 Spielen in Folge unter 20 Punkten blieb, beschönigte nach dem Debakel nichts: "Wir haben teilweise schrecklich gespielt. Phoenix war immer einen Schritt schneller und hat verdient gewonnen. Jetzt heißt es, dieses Spiel abzuhaken und am Donnerstag frisch motiviert aufzulaufen."

Es war eine Nacht, die man in Dallas so schnell wie möglich vergessen möchte. Schon nach zwei Spielminuten lagen die "Mavs" mit 4:12 zurück, dazu trottete Nowitzki bereits Mitte des ersten Spielviertels mit zwei schnellen Fouls zur Auswechselbank. Von dort musste er mit ansehen, wie sein Team in einer Kopie der dritten Begegnung schon vor der Halbzeitsirene mit elf Punkten in Rückstand geriet. Doch anders als am Sonntag raffte sich Dallas nach der Pause nicht auf und ließ den Gegner mit einem 29:6-Zwischenspurt quasi widerstandslos davonziehen.

Persönlicher Play-off-Rekord für Barbosa

Dass ausgerechnet Raja Bell und Leandro Barbosa die Glanzlichter setzten, die nicht unbedingt zur Riege der Superstars im Team der Phoenix Suns gehören, passte ins Bild. Die Rückkehr des an der Wade verletzten Bell gab Phoenix einen emotionalen Schub, Barbosa stellte als erfolgreichster Werfer mit 24 Punkten einen persönlichen Play-off-Rekord auf.

Mavericks-Coach Avery Johnson nahm dies kopfschüttelnd zur Kenntnis: "Beide waren sensationell. Dagegen hatten wir sowohl körperlich als auch mental nichts drauf. Zum Glück konnten wir eine der beiden Begegnungen in Phoenix gewinnen, so dass wir in einem potenziellen siebten Spiel immer noch Heimvorteil genießen."

Johnson nimmt Nowitzki in Schutz

Johnson hatte am Dienstag lange vor Spielschluss reagiert und seine frustrierten Spieler gut fünf Minuten vor Schluss im Kollektiv vom Parkett geholt. Seinen deutschen Star nahm "A.J" ausdrücklich in Schutz: "Natürlich war es eine schlechte Nacht für Dirk. Seine Bälle fielen einfach nicht, dazu wurde er hauteng gedeckt. Jetzt hoffen wir, dass er im nächsten Spiel seinen Rhythmus wiederfindet."

Suns-Guard Steve Nash (21 Punkte) zeigte sogar eine Spur Mitleid für seinen alten Buddy aus gemeinsamen Mavericks-Tagen: "Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass Dirk einen seiner seltenen schwachen Tage hatte. Wie ich ihn kenne, wird er am Donnerstag glanzvoll zurückkehren."

Nowitzki selbst, mit nur 13 Wurfversuchen wenig aktiv, sparte derweil nicht mit Selbstkritik: "Es gibt Tage, an denen nichts läuft. Aber da müsste ich halt mit Pässen meine Mitspieler besser in Szene setzen." Auch Josh Howard (16 Punkte) und Jason Terry (13 Punkte), die weiteren Punktegaranten der "Mavs", blieben deutlich unter ihren Möglichkeiten.

© SID

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