Basketball NBA
Schwache Mavericks kassieren den Ausgleich

Der Kampf um die Meisterschaft der NBA bleibt völlig offen. Die Dallas Mavericks und Dirk Nowitzki verloren das vierte Finalspiel bei den Miami Heat deutlich mit 74:98. In der "best-of-seven"-Serie steht es damit 2:2.

Die Dallas Mavericks und Dirk Nowitzki zeigen in den Finalspielen um die nordamerikanische Basketball-Meisterschaft plötzlich Nerven und haben in der "best of seven"-Serie gegen die Miami Heat ihre 2:0-Führung verspielt. Die Texaner boten am Donnerstag ihre mit Abstand schwächste Leistung der laufenden Play-offs und mussten mit einer empfindlichen 74:98-Pleite den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen.

Nowitzki erwischte mit nur zwei von 14 verwandelten Wurfversuchen einen rabenschwarzen Tag. Spiel fünf findet in der Nacht zum Montag (03.00 Uhr/live bei Premiere) erneut in Miami statt, bei der sechsten und einer eventuellen siebten Begegnung genießen die Mavericks Heimrecht.

Nur sieben Punkte im letzten Viertel

Es war kurz nach Mitternacht, als Miamis Fans ihre Helden mit einem ohrenbetäubenden Jubelsturm in die Kabine schickten. Zur gleichen Zeit trotteten Nowitzki und Co. vom Feld, als ob sie die Finalserie bereits verloren hätten. Nicht nur das Schlussviertel ließ für die entscheidende Phase der Meisterschaft Schlimmes erwarten. Mit sieben Punkten stellten die Mavericks einen NBA-Negativrekord auf, ließen sich sogar von der zweiten Garnitur des Gegners den Schneid abkaufen.

Nowitzki saß zu diesem Zeitpunkt längst auf der Bank, enttäuscht, ausgepumpt und von den Fans mit Schmähgesangen bedacht. "Der Ball wollte einfach nicht in den Korb. Wir hatten als Team nur eine Trefferquote von 31 Prozent, damit kannst du in der NBA kein Spiel gewinnen", zog der deutsche Nationalspieler nach der äußerst einseitigen Partie enttäuscht Bilanz. Dank elf verwandelter Freiwürfe brachte er es immerhin noch auf 16 Zähler, viel zu wenig jedoch, um den "Mavs" zur angestrebten 3:1-Führung zu verhelfen.

Mit Blick auf die kommende Partie - der Gewinner des fünften Spiels gewinnt laut NBA-Statistiken in 76 Prozent der Fälle die Meisterschaft - formulierte Nowitzki Durchhalteparolen. "Shaquille O´Neal ist ein Biest und Dwyane Wade spielt derzeit fantastischen Basketball. Jetzt müssen wir gegenhalten und am Sonntag zu unseren Tugenden zurückfinden. Von jetzt an ist es halt nur noch eine "best of three"-Serie." Eine Serie mit schwierigem Auftakt allerdings, Miami - einmal mehr von Edelfan Boris Becker unterstützt - verlor in den Play-offs erst ein Heimspiel.

Wade erneut überragend

Während bei Dallas nur Jason Terry (17 Punkte) und Jerry Stackhouse (16 Punkte) annähernd Normalform erreichten, führte Wade die Heat zum zweiten Mal in Folge quasi im Alleingang zum Sieg. 36 Zähler standen am Ende für den mit einer leichten Knieverletzung in die Begegnung gegangenen Shooting Guard in der Statistik. Nicht nur dort lief er an diesem Abend Nowitzki den Rang ab.

An der Freiwurflinie ließ sich Wade von der Menge mit "MVP"-Spechchören feiern, "Dirkules" wurde dort mit "Hey Hey Hasselhoff"-Gesängen und hunderter geschwenkter Poster mit dem Konterfei des "Knight Rider" an seinen zweifelhaften Musikgeschmack erinnert. In einem Interview hatte er angegeben, sich mit dessen Oldie "Looking for Freedom" mental vorzubereiten.

© SID

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