Basketball NBA
Überragender Nowitzki führt Dallas zum Sieg

Dirk Nowitzki führte die Dallas Mavericks mit 41 Punkten fast im Alleingang zum Sieg gegen die San Antonio Spurs. Chris Kaman und die Los Angeles Clippers verloren in Memphis.

Von den Rängen schallten "MVP, MVP"-Rufe, die Gegner verzweifelten, und die Medien feierten den Helden des Abends überschwänglich: Der deutsche Basketball-Star Dirk Nowitzki ist in der nordamerikanischen Profiliga NBA der Mann der Stunde und bestätigte seine Wahl zum "Spieler der Woche" beim 99:94 (84:84, 37:35)-Erfolg gegen die San Antonio Spurs nach Verlängerung mit einer Gala sondergleichen.

"Das ist Dirks Mannschaft", brachte die Dallas Morning News nach dem vierten Erfolg der Texaner in Serie die Glanzleistung des Würzburgers auf den Punkt. Die Huldigungen von Fans und Presse erschienen nicht nur wegen Nowitzkis Saisonrekord von 41 Punkten bei zwölf Rebounds auch durchaus angebracht. Denn nach nur neun Zählern im ersten Durchgang drehte der 31-Jährige auf und machte in der Verlängerung die erfolgreiche Revanche seines Teams für die bislang letzte Niederlage vor Wochenfrist (83:92) buchstäblich als "Mädchen für alles" fast im Alleingang perfekt.

Duncan unschädlich gemacht

Für elf von 15 Punkten sorgte der Mavs-Kapitän selbst, stellte 95 Sekunden vor Ende der Verlängerung mit einem Dreier das entscheidende Sechs-Punkte-Polster (97:91) her und machte nebenbei auch noch in der Defensive San Antonios Spielmacher Tim Duncan vollkommen unschädlich.

Den Lobeshymnen begegnete "Big D", der 2007 als erster Europäer zum "wertvollsten Spieler" (MVP) der Liga gewählt worden war, weitgehend mit Bescheidenheit: "Mein Kampfgeist ist in dieser Saison ungewöhnlich früh erwacht", sagte Nowitzki mit Blick auf die längste Wettkampfpause seiner Karriere im vergangenen Sommer. Nach den Turbulenzen in seinem Privatleben hatte der Forward auf seine Teilnahme an der EM für Deutschland verzichtet, um sich ganz auf den neuerlichen Anlauf seines Klubs auf den ersehnten NBA-Titel konzentrieren zu können.

Seine Strategie geht zumindest momentan voll auf - für alle: Dallas ist mit 9:3 Siegen hinter den Phoenix Suns (10:2) die zweitbeste Mannschaft im Westen sowie die Nummer drei in der gesamten NBA und wies vor den Donnerstag-Spielen die zweitlängste Siegesserie hinter Ost-Spitzenreiter Atlanta Hawks (sechs Erfolge nacheinander) auf. Nowitzki selbst schraubte seine Saisonausbeute gegen die Spurs durch eine Erfolgsquote von 51,72 Prozent auf 330 Punkte und verbesserte sich mit durchschnittlich 27,5 Zählern pro Spiel auf Rang drei der NBA-Scorerliste.

"Herz und Seele der Mavericks"

"Während seine Mitspieler den Korb gegen San Antonio wieder einmal selbst mit einem Navigationsgerät nicht zu finden schienen, scheint Dallas immer noch eine Siegchance zu haben, so lange Nowitzki nur auf dem Feld steht. Je mehr Verteidiger um ihn herum sind, desto mehr findet Nowitzki einen Ausweg und punktet trotzdem. Er ist das Herz und die Seele der Mavericks. Sieg oder Niederlage - es hängt alles von Dirk ab", beschrieb die Dallas Morning News Nowitzkis Wert für die Texaner.

Nowitzkis Nationalmannschafts-Kollege Chris Kaman ist unterdessen mit seinen Los Angeles Clippers vom Erfolgsweg abgekommen. Bei den Memphis Grizzlies kassierten die Kalifornier mit 91:106 ihre zweite Niederlage in Folge. Kaman kam dabei nach einer soliden Leistung auf 17 Punkte.

© SID

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