Basketball NBA
Wade setzt Miami Heat die NBA-Krone auf

Die Miami Heat haben sich den NBA-Titel 2006 gesichert. Im sechsten Duell bei den Dallas Mavericks um Dirk Nowitzki siegte Miami mit 95:92 und gewann die Serie mit 4:2. "MVP" Dwyane Wade erzielte 36 Punkte für Miami.

Der Traum vom Titel in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA ist für Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks geplatzt. Im sechsten Final-Duell mit den Miami Heat musste sich der deutsche Basketball-Superstar vor heimischer Kulisse 92:95 geschlagen geben und verlor die "best-of-seven"-Serie mit 2:4.

Wade Matchwinner der Heat

Mit 36 Zählern war Dwyane Wade einmal mehr Sieggarant für Miami, das sich erstmals in seiner 18-jährigen Vereinsgeschichte die NBA-Krone aufsetzen konnte. Zudem pflückte der Guard insgesamt zehn Rebounds. Udonis Haslem steuerte mit 17 Zählern und zehn Rebounds ebenfalls einen "Double-Double" bei, Shaquille O´Neal führte mit zwölf Rebounds die Statistik Miamis in dieser Kategorie an. Auch der Heimvorteil konnte Dallas nach drei Auswärtsniederlagen in Folge am Ende nicht mehr retten. Dirk Nowitzki zeichnete mit 29 Punkten und 15 Rebounds als bester Akteur der "Mavs" verantwortlich, aber auch "Dirkules" konnte sein Team vor 20 522 Zuschauern im heimischen American Airlines Center nicht mehr auf die Siegerstraße führen. "Das ist verdammt hart. Du spielst neun Monate mit Herz und Leidenschaft und trittst als Zweiter von der großen Bühne ab. Es wird ein langer und grausamer Sommer", sagte ein enttäuschter Nowitzki. Mavericks-Coach Avery Johnson stimmte seine niedergeschlagene Truppe aber noch in der Kabine auf das nächste Jahr ein: "Ich habe ihnen gesagt, wie stolz ich auf sie bin. Ich liebe meine Jungs - egal ob Meister oder Vizemeister. Im nächsten Winter sind wir mit dieser Erfahrung noch stärker."

Nowitzki zu Beginn stark

Trotzdem suchten und fanden die US-Medien gleich nach dem Spiel ihren Sündenbock - und der hieß ausgerechnet Dirk Nowitzki. Längst ist das deutsche Wunderkind in der besten Basketball-Liga der Welt zum Wundermann aufgestiegen, doch in den Finalspielen konnte der Würzburger nicht an seine teilweise sensationellen Auftritte aus den ersten Play-off-Runden anknüpfen. "Wo ist der echte Dirk?", fragte deshalb die Dallas Morning News vor dem sechsten Spiel und erhielt die Antwort zumindest in der Anfangsphase.

Dort verwandelte Nowitzki seine ersten beiden Wurfversuche bombensicher und war damit Initiator eines furiosen Mavericks-Starts, der die gut 20 000 Zuschauer im American Airlines Center mit einer schnellen 24:12-Führung in Ekstase versetzte. Doch wie bei den letzten drei Niederlagen suchte Dallas urplötzlich nicht mehr den direkten Weg zum Korb und gab sich stattdessen mit Sprungwürfen aus dem Halbfeld zufrieden. Von denen fanden allerdings nur 37 Prozent (34 von 92) das Ziel, zu wenig, um ein mit erfahrenen Veteranen gespicktes Team wie die Heat vom Comeback abzuhalten.

Miami ging nach einem 10:0-Zwischenspurt bereits mit einem 49: 48-Vorsprung in die Pause, ließ die "Mavs" anschließend nur noch einmal beim 79:79 Hoffnung schöpfen. Die Führung sollte Nowitzki und Co. allerdings nicht mehr übernehmen. Als der für seine Big Shots bekannte Jason Terry mit der Schlusssirene den Ball zum Ausgleich auf den Korbrand setzte, flüchteten die Mavericks-Stars mit versteinerten Mienen innerhalb von Sekunden in die Katakomben.

Den Jubelarien Miamis tat das naturgemäß keinen Abbruch. Meistercoach Pat Riley ("Dallas gehört die Zukunft, uns die Gegenwart") vergoss vor laufender Kamera genauso Freudentränen wie Alonzo Mourning, der im Jahr 2000 wegen einer Nierenerkrankung seinen zwischenzeitlichen Rücktritt vom Leistungssport verkündet hatte.

Wade zum "MVP" gekürt

Heat-Superstar Wade wurde nach dem Spiel als wertvollster Spieler des Finales ausgezeichnet. Der "MVP" hatte in den letzten vier Duellen mit Dallas 36, 43, 36 und 42 Punkte erzielt. Miami-Center O´Neal sicherte sich bereits seinen vierten NBA-Titel, Coach Riley durfte sich bereits zum fünften Mal den begehrten Ring des NBA-Champions anstecken.

© SID

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