Basketball WM
DBB-Korbjäger starten mit Auftaktsieg gegen Japan

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat ihr Auftaktspiel bei der WM in Japan gewonnen. Gegen den Gastgeber siegten die DBB-Korbjäger 81:70. Bester Akteur war NBA-Star Dirk Nowitzki, der 27 Punkte erzielte.

Nach dem Pflichtsieg der deutschen Basketball-Auswahl zum Auftakt der Weltmeisterschaft in Japan hielten sich die Emotionen in Grenzen. "Es ist für uns zwar nie so richtig eng geworden, aber wir werden uns noch erheblich steigern müssen", resümierte NBA-Star Dirk Nowitzki nach dem glanzlosen 81:70 (50:37) gegen das Team des Gastgebers. Der gebürtige Würzburger hatte dabei wahrscheinlich schon die beiden vermeintlich wichtigsten Vorrunden-Spiele am Sonntag in Hiroshima gegen Neuseeland und den Gruppen-"Gipfel" am Montag gegen Spanien (beide 9.00 Uhr/live im DSF) im Hinterkopf.

Nowitzki erzielt 27 Punkte

Nowitzki zog für sich angesichts seiner 27 Punkte, von denen er allein 15 im ersten Viertel erzielte, ein zufriedenes Fazit: "Es war wichtig für mich, früh in diesem Turnier den Rhythmus zu finden." Das ist zwar gelungen, doch der 28-Jährige bemängelte besonders die fehlende Konstanz gegen die in der Welt allenfalls zweitklassig einzustufenden Japaner. "Wir konnten nie so richtig davonziehen, weil wir auch Fehler in der Verteidigung gemacht haben", sagte Nowitzki.

Oder anders ausgedrückt: Der Vize-Europameister brachte seinen Gegner selbst ins Spiel, wie im dritten Viertel, als ein 19-Punkte-Vorsprung auf nur acht Zähler (64:56) dahinschmolz. "Es war sehr schwer gegen die kleinen, schnellen Japaner, die zudem 40 Minuten gekämpft haben", ergänzte Aufbauspieler Steffen Hamann, während Coach Dirk Bauermann die insgesamt 30 Punkte nach den ersten zehn Minuten (30:18) und besonders die konzentrierte Spielweise als Maßstab festlegte. "Die fehlende Konstanz war der einzige Wermutstropfen", befand der Berliner Demond Greene.

Bauermann: "Es war ein typisches Auftaktspiel"

Die Begegnung vor 10 000, durch Anpeitscher animierten, Zuschauern war spätestens in der 34. Minute mit der 75:60-Führung vorentschieden. "Aber kontrollieren wollten wir das Spiel schon früher. Es war ein typisches Auftaktspiel, das wir jedoch ohne Probleme gewonnen haben, und das war wichtig. Gegen Neuseeland wird es natürlich schwieriger", meinte Bauermann.

Während die wuseligen Japaner angesichts der fehlenden Lufthoheit (24:43 Rebounds) speziell mit ihren Distanzschützen gefährlich blieben, stellen die Neuseeländer das ausgeglichenere Team. Immerhin spielten die "Kiwis" vor vier Jahren gegen Deutschland in Indianapolis um WM-Bronze - verloren jedoch 94:117. Am Sonntag treten sie ohne ihren überragenden Aufbauspieler und Dopingsünder Mark Dickel an, bei dem in einer Probe im Juli Spuren von Cannabis entdeckt wurden. Weil er jedoch nachweisen konnte, dass er Cannabis nicht zur Stimulation für seine sportliche Leistungen benutzt hatte, fiel die Sperre bis zum 21. August - und damit für die ersten drei Gruppenspiele - glimpflich aus.

"Er hat einen Fehler gemacht. Es tut mir leid für ihn. Aber auch ohne diesen absoluten Leistungsträger ist Neuseeland stark. Wir jedenfalls haben Respekt und wissen, was uns erwartet", sagte Bauermann und prophezeite eine weitere Steigerung von Nowitzki: "Dirk wird stärker mit jedem Training und jedem Spiel." Und das erwartet der 48 Jahre alte Coach auch vom Rest der DBB-"Riesen".

© SID

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