Basketball WM Deutsche Basketballer wollen den WM-Titel

Die Ziele des deutschen Nationalteams sind eben so ambitioniert wie klar formuliert. Nach WM-Bronze und dem Vize-Europameistertitel soll nun bei der WM in Japan endlich das oberste Siegertreppchen erklommen werden.

Das deutsche Basketball-Nationalteam reist mit breiter Brust zu der Weltmeisterschaft (19. August bis 3. September) in Japan. Schließlich sind die Deutschen Spieler nicht nur Vize-Europameister und WM-Dritter, sondern wissen in Dirk Nowitzki einen der absoluten NBA-Topstars in den eigenen Reihen. Und dieser formuliert auch gleich das ambitionierte Zeil selbst: "Ich will wieder ganz vorn dabei sein, möglichst ins Endspiel." Doch trotz allen Siegeswillen, die Konkurrenz ist groß. Erstmals seit 1986 sind wieder 24 statt 16 Mannschaften am Start und nie standen mehr NBA-Profis in den internationalen Kadern als dieses Jahr.

Der Sieges-Optimismus der deutschen Mannschaft lässt sich auch durch die herbe Pleite im Champions-Cup-Finale gegen Europameister Griechenland (47:84) nicht trüben. Die Maxime lautet klar: erst das Endspiel und dann gar den Titel. So unverhohlen drückt das auch der neue Präsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB) Ingo Weiss aus: "Wir fahren nach Japan, um den Titel zu gewinnen."

Nowitzki: "Haben bewiesen, dass wir mit den Besten mithalten können"

Auch Dirk Nowitzki schlägt weiter in die gleiche Kerbe: "Wir sind immerhin Vize-Europameister und haben längst bewiesen, dass wir mit den Besten der Welt mithalten können." Der 28-Jährige Profi giert nach dem verlorenen NBA-Play-off-Finale seiner Dallas Mavericks gegen Miami Heat besonders nach einem Titel. Doch auch wenn der Star der Mannschaft heiß auf die WM-Krone ist, bremst Bundestrainer Dirk Bauermann die Erwartungen an den NBA-Star: "Man darf keine Wunderdinge erwarten. Dirk ist auch nur ein Athlet und ein Mensch", und schiebt etwas vorsichtiger, aber ebenso ehrgeizig hinterher, "Unser Ziel ist es, erneut in den Kampf um die Medaillen eingreifen zu können."

Stärke durch neue deutsche Tugend Teamgeist

Das Gerüst des Kaders bilden die Routiniers wie Nowitzki, Ademola Okulaja, Patrick Femerling, Mithat Demirel, Pascal Roller und Demond Greene. Der bei der EM verletzte Steffen Hamann wird bei der WM die Defensive stärken. Doch die eigentliche Stärke ist die neue deutsche Tugend: Teamgeist.

Bereits in der Vorrunde müssen die Deutschen ihre Stärke gegen schwere Gegner beweisen. Am Samstag starten die Spieler gleich gegen Gastgeber Japan, danach warten der WM-Vierte Neuseeland, Spanien, Panama und Angola. Und nur durch den Gruppensieg kann das Team eine mögliche Achtelfinalpartie gegen Titelverteidiger Serbien-Montenegro, Argentinien oder Frankreich umgehen.

Favorit USA will Schande vergessen machen

Doch wer Weltmeister werden will muss jeden Gegner aus dem Weg räumen. Der klare Favorit sind wieder die USA, auch wenn sich das Starensemble bei den vergangenen Großturnieren bis auf die Knochen blamierte. Doch die Verantwortlichen haben aus den Niederlagen gelernt und wollen das Team nicht mehr nur nach Marketinggesichtspunkten aufstellen. "Es geht nicht um die besten NBA-Spieler, sondern um ein funktionierendes Team", erklärte der US-Verband. Die Hoffnungen ruhen dabei auf Stars wie Allen Iverson, Lebron James oder Play-off-"MVP" Dwayne Wade. Doch ein Spieler fürchtet die Star-Truppe nicht, sondern ist besonders heiß auf ein Final-Duell gegen eben diesen Dwayne Wade, da er mit dem Star der Miami Heat noch eine Rechnung offen hat: Dirk Nowitzki.

© SID

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