Basketball WM
Deutsche "Riesen" rupfen die "Kiwis"

Zweiter Sieg im zweiten Spiel für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft bei der WM in Japan. Die Truppe von Coach Dirk Bauermann schlug Neuseeland deutlich mit 80:56 und schonte dabei Superstar Dirk Nowitzki.

Ihren zweiten Pflichtsieg haben die deutschen Basketballer bei der Weltmeisterschaft in Japan gefeiert. Die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann besiegte im zweiten Vorrundenspiel der Gruppe B in Hiroshima den WM-Vierten Neuseeland 80:56 (38:17). Zum Auftakt hatte es ein 81:70 gegen Gastgeber Japan gegeben.

Nur elf Punkte, drei in Halbzeit eins, standen für NBA-Finalist Dirk Nowitzki in der Statistik. "Doch Basketball ist ein Mannschaftssport, das haben wir heute gezeigt und allesamt viel Selbstvertrauen getankt", erklärte der Superstar vor zahlreichen Kameras und ergänzte mit Blick auf die Neuauflage des EM-Halbfinales von 2005 und Schlüsselspiel für den wichtigen Sieg in der Gruppe B am Montag (9.00 Uhr/live im DSF) in Hiroshima: "Unser Tank ist nach den beiden leichteren Spielen voll. Jetzt geht es mit Vollgas gegen Spanien."

Wesentlich souveräner als die Iberer mit ihrem NBA-Profi Pau Gasol (Memphis Grizzlies) bei ihrem Vorrunden-Auftakt gegen Neuseeland (86:70) beherrschten die deutschen "Riesen" Ball und "Kiwis". "Das war psychologisch wichtig", glaubt Bauermann, dessen Distanzschützen Demond Greene (18 Punkte) und Robert Garrett (14) eine Gala-Vorstellung ablieferten und die Dreierqoute des DBB-Teams auf beachtliche 16 Treffer schraubte.

"Außerdem haben wir in der Defensive aggressiv und super gespielt. Es ist doch am Ende egal, wer die meisten Punkt macht", erklärte Nowitzki, der sich völlig in den Dienst seiner Kollegen stellte und seinen Beitrag mit den meisten Rebounds (7) und Assists (5) leistete. "So wenig Punkte macht er in einem von 50 Spielen. Gegen Spanien werden es anders aussehen. Dirk ist in vielerlei Hinsicht ein großer Spieler und wertvoll für uns - nicht nur mit Punkten", ergänzte Bauermann, der richtig Spaß am Spiel - auch seiner Bankspieler - fand.

"Es war wichtig für die Jungs zu spüren, dass hier nicht Schneewittchen mit ihren sieben Zwergen spielt, sondern dass jeder das Niveau und die Berechtigung hat, bei der WM dabei zu sein", erklärte der DBB-Coach. Es sei schließlich nicht leicht, von der Bank zu kommen und Leistung zu bringen. Das sei jedoch nötig, um gegen die Großen des Basketballs bestehen zu können.

Mit Blick auf das Duell mit Spaniern, nach Meinung der internationalen Experten einer der Gold-Anwärter, genießen die deutschen Korbjäger den psychologischen Vorteil. Denn in den beiden letzten Duellen in Belgrad (74:73 durch einen Nowitzki-Korb in letzter Sekunde) und bei der WM 2002 in Indianapolis (70:62) warf die DBB-Auswahl Spanien jeweils aus dem Turnier. "Es wäre schön, wenn sie uns als Angstgener sehen", so Bauermann.

Im Blickpunkt steht natürlich das NBA-Duell des bei den japanischen Zuschauern beliebten Nowitzki gegen Gasol, der bei der EM in Serbien und Montenegro fehlte. "Die Partie heißt Spanien gegen Deutschland und ist ein Mannschaftssspiel. Wir kämpfen da nicht eins gegen eins", ließ der Star der Dallas Mavericks die spanischen Medienvertreter wissen und schickte sogleich eine Kampfansage hinterher: "Wir sind für Spanien gerüstet."

© SID

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