Basketball WM
Deutschland müht sich zum Sieg über Panama

Mit Mühe und wenig Glanz hat die DBB-Auswahl ihr viertes Gruppenspiel gegen Panama mit 81:63 gewonnen. Zur Pause lagen die Schützlinge von Trainer Dirk Bauermann gegen den Underdog gar mit 37:38 zurück.

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft in Japan das Achtelfinale erreicht. Das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann besiegte Außenseiter Panama 81:63 (37:38) und schaffte dabei den dritten Sieg im vierten Gruppenspiel. Im abschließenden Duell gegen das punktgleiche Team aus Angola am Donnerstag (6.00 Uhr/live im DSF) geht es für die Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) um den zweiten Gruppenplatz und damit um eine gute Ausgangsposition für das Achtelfinale am Sonntag in Saitama.

Bauermann voller Respekt vor Angola

"Wir haben Angola beobachtet. Sie sind athletisch, individuell sehr stark und glänzen bislang mit einer hohen Spielkultur", sagte Bundestrainer Dirk Bauermann voller Respekt: "Es ist zudem sehr wichtig mit einem Sieg ins Achtelfinale zu gehen."

Eines ist dem DBB-Coach auch klar: Derartige Fehler, wie sie seiner Mannschaft speziell in der ersten Halbzeit gegen den Weltranglisten 34. aus Panama unterliefen, darf man sich gegen die schnellen Afrikaner, die sich zuvor gegen Spanien (83:93) achtbar aus der Affäre zogen, nicht leisten. In bester Erinnerung ist den DBB-Funktionären noch das mühevolle und glückliche 64:63 bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona, als NBA-Profi Detlef Schrempf mit 19 Punkten gegen die Afrikaner groß aufspielte.

"Ein schweres Stück Arbeit"

Ein ähnlich enges Spiel befürchtet Bauermann auch in Japan, sollten die DBB-Riesen nicht von Beginn an mit viel Aggressivität und einer guten Defensive ins Spiel finden. "Das wird ein schweres Stück Arbeit", prophezeite der 48 Jahre alte Coach, der einen stärkeren Nowitzki - 25 Punkte und 13 Rebounds mit einigen Anlaufproblemen - erlebte, aber auch andere Erkenntnisse sammelte: "Ich werde nicht mehr so viel rotieren." Bauermann setzt auf Qualität und wird versuchen mit acht, allenfalls neun Spielern auszukommen.

Denn auch das Duell mit Panama zeigte allzu große Schwächen bei den Reservisten. Denn nur mit bewährtem Personal ist die von Bauermann bisher vermisste Konstanz herzustellen. Auch gegen Panama reduzierte die zweite Garde (mit Grünheid, Jagla, Schultze, Herber) innerhalb von Minuten einen 19-Punkte-Vorspung auf nur zehn Zähler. Der Kraftverlust nach dem vierten Spiel in fünf Tagen sei jedoch zu berücksichtigen, so Bauermann.

Drei leichte Gegner (Japan, Neuseeland, Panama) sowie ein übermächtiges Spanien - Deutschlands Basketballer wissen noch nicht, wo sie eigentlich stehen. Auch Nowitzki, von den japanischen Zuschauern stets frenetisch gefeiert, schleppt sich von Spiel zu Spiel und ist trotz der ansehnlichen Statistik gegen Panama von seiner NBA- oder der EM-Form von 2005 weit entfernt. Nur 47 Prozent betrug seine Trefferquote aus dem Feld und ungewöhnliche 64 Prozent (sieben von elf) von der Freiwurflinie.

"Noch kein gutes Turnier gespielt"

"Wichtig ist, dass wir gewinnen, und dass es besser wird, wenn es um was geht", sagte einer der weltbesten Korbjäger vom NBA-Finalisten Dallas Mavericks. "Ich habe zwar gute Phansen, aber noch kein gutes Turnier gespielt. Ich hoffe, dass es gegen Angola losgeht."

© SID

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