Basketball WM
Fans heiß auf Überraschungs-Finale der WM

Während die Fans auf das spannende WM-Finale in Japan zwischen den Überraschungsteams Griechenland und Spanien warten, wollen die deutschen Spieler heute im Spiel um Platz sieben gegen Litauen nochmal alles geben.

Zwar betritt das deutsche Nationalteam auch am heutigen Finaltag der Weltmeisterschaft in Japan das Parkett, doch der ganz große Wurf wird ihnen dabei verwehrt bleiben. Schließlich spielen die DBB-Jungs nicht um den Titel, sondern lediglich um Platz sieben. Doch der Vize-Europameister will seinen Fans noch einmal tollen Basketball zeigen. Nach dem Duell von Dirk Nowitzki und Co. gegen Litauen um Platz sieben (9.30 Uhr) steigt das "europäische" Endspiel (12.30 Uhr/beide Spiele live im DSF) um die Goldmedaille zwischen Spanien und Europameister Griechenland. Basketball-Fans weltweit warten bereits gespannt auf den Ausgang dieses offenen Überraschungs-Finales.

"Wir wollen uns mit einem Sieg verabschieden, das ist sehr wichtig für uns", sagte Bundestrainer Dirk Bauermann, der jedoch genau weiß, wie schwer seine enttäuschten "Riesen" für das Spiel zu motivieren sein werden, auch wen sie nach der unnötigen 73:75-Niederlage gegen Frankreich selbst an ihren Stolz appellieren. Doch egal, ob Platz sieben oder acht, man habe seine Minimalziel erreicht. Im Halbfinale hätten verdientermaßen die vier besten Mannschaften des Turniers gestanden.

Griechen gelten dank starker Defensive als Favorit

Bauermanns Favorit für das fünfte rein europäische WM-Endspiel - zuvor waren es ausschließlich Duelle zwischen Jugoslawien und der ehemaligen Udssr beziehungsweise später Russland - ist Griechenland. "Es war schon imponierend, wie sie die Amerikaner geschlagen haben. Es ist zudem die kompletteste Mannschaft des Turniers", meinte der DBB-Coach, obwohl die Griechen mit einer Quote von durchschnittlich 84,1 Punkten pro Spiel beim Turnier in Fernost nur gutes Mittelmaß darstellen. Allerdings lassen die Hellenen mit ihrer aggressiven Verteidigung auch nur wenige Körbe zu.

Die Finalteilnahme hat am Fuße der Akropolis bereits eine schier grenzenlose Euphorie entfacht. Ein Jahr nach dem Gewinn der EM, winkt nun auch noch die WM-Krone, Coach Panagiotis Giannakis würde sich unsterblich machen und setzt im Endspiel auf den Rückenwind des spektakulären 101:95-Sieges über die USA im Halbfinale. "Manchmal schwächen große Siege aber auch die Konzentration. Ich hoffe, das er meiner Mannschaft zu Gold verhelfen wird", sagte der Ex-Nationalspieler.

Spanier bangen um Star Pau Gasol

Derweil bangen die Spanier in der Hoffnung auf die erste Goldmedaille bei einem großen Turnier nach Bronze bei Olympia 1980 und Silber bei den Sommerspielen 1984 um den Einsatz von Pau Gasol. Der NBA-Profi von den Memphis Grizzlies, der bisher im Schnitt 21,3 Punkte bei der WM erzielte und mit 19 Zählern einen wesentlichen Beitrag zum Sprung ins Finale leistet, laboriert an einer Sprunggelenk-Verletzung. Diese hatte er sich in den Schlussminuten des Halbfinales gegen Argentinien (75:74) zugezogen.

Jose Luis Sanchez, Präsident des spanischen Verbandes, ist bereits vor dem Finale überglücklich: "Das war beste Werbung für die EM in unserem Land im nächsten Jahr. Auf ein derartiges Ergebnis hat Spanien lange gewartet." Auf dem Weg ins Finale habe man immerhin den Vize-Europameister (Deutschland), den Europameister von 2003 (Litauen) und den Olympiasieger (Argentinien) geschlagen. Sanchez: "Und nun wollen wir auch noch gegen den Europameister gewinnen, um ein würdiger Titelträger zu sein."

© SID

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