Basketball WM
Spanien erstmals Basketball-Weltmeister

Der neue Basketball-Weltmeister kommt aus Spanien. Die Iberer besiegten im Finale der WM in Japan Europameister Griechenland deutlich mit 70:47 (43:23). Dabei musste die Spanier ohne Superstar Pau Gasol auskommen.

Mit einer beeindruckenden Gala-Vorstellung haben Spaniens Basketballer die WM in Japan beendet und erstmals in ihrer Geschichte den Welt-Thron bestiegen. Die Iberer besiegten im Finale den zuvor leicht favorisierten Europameister Griechenland überraschend deutlich und hochverdient mit 70:47 (43:23) und betrieb mit der ersten Goldmedaille bei einem großen Turnier beste Werbung für die EM 2007 im eigenen Land.

Mit stehenden Ovationen honorierten die 18 500 Zuschauer in der ausverkauften Super Arena in Saitama die 40-minütige konzentrierte Leistung, die das einzige in diesem Turnier ungeschlagene Team im Endspiel abgeliefert und damit die Nachfolge von Serbien und Montenegro angetreten hatte. Auf dem Parkett lagen sich die Spieler in den Armen, tanzten und feierten mit ihren Fans ausgelassen den historischen Triumph.

Die Spanier widmeten den Titel ihrem Superstar Pau Gasol, der beim 75:74 im Halbfinale gegen Olympiasieger Argentinien wenige Minuten vor der Schluss-Sirene einen Bruch des Mittelfußes erlitten hatte. Immerhin hatte der NBA-Profi von den Memphis Grizzlies mit durchschnittlich 21,3 Punkten pro Turnierspiel einen wesentlichen Anteil an der ersten Finalteilnahme der Iberer bei einer WM. Gasol saß auf der Bank und drückte seinen Kollegen erfolgreich die Daumen.

Spanien erwischt Start nach Maß

Die Spanier erwischten einen Start nach Maß und provozierten mit einer gut organisierten und aggressiven Verteidigung unkontrollierte Würfe und Ballverluste des Gegners. Dagegen traf die Mannschaft von Trainer Pepe Hernandez auf der Gegenseite fast nach Belieben und baute ihren Vorsprung bis zur Halbzeit kontinuierlich auf 20 Punkte aus.

Nichts war zu sehen von der kompakten Mannschaft der Griechen, die im Halbfinale einen spektakulären 101:95-Erfolg über die NBA-Stars der USA gefeiert hatte. Zudem wies die Statistik in der Halbzeit eine bescheidene Trefferquote von nur 31 Prozent (Spanien 55 Prozent) und ein Reboundverhältnis von 10:20 aus.

Auch nach dem Wechsel, als die Griechen mit Distanzwürfen versuchten, den Rückstand zu verkürzen, bewahrten die Spanier, Vorrunden-Gegner der deutschen Mannschaft (92:71) kühlen Kopf, wussten stets eine Antwort und hielten den Euro-Champion auf Distanz. Sieben Minuten vor dem Ende war mit der 60:36-Führung die Vorentscheidung gefallen. Beste Werfer der Spanier waren Jorge Garbajosa und Aufbauspieler Carlos Navarro (beide 20 Punkte).

© SID

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