Basketball WM: USA und Litauen komplettieren WM-Halbfinale

Basketball WM
USA und Litauen komplettieren WM-Halbfinale

Die USA und Litauen haben sich bei der Basketball-WM als letzte zwei Teams für das Halbfinale qualifiziert. Die USA gewann gegen Russland, Litauen deklassierte Argentinien.

Die USA mit ihren zahlreichen NBA-Stars und sensationell aufspielende Litauer treffen am Samstag (18.00 Uhr Mesz) im Halbfinale der Basketball-Weltmeisterschaft in der türkischen Metropole Istanbul aufeinander. Zunächst zogen die US-Boys auf ihrem Weg zum ersten WM-Titel seit 16 Jahren mit einem nicht restlos überzeugenden 89:79 (44:39) gegen den alten Rivalen Russland in die Runde der letzten vier ein. Für Begeisterung sorgten jedoch am Abend die Balten. Gegen den Weltranglistenersten Argentinien schoss Litauen beim 104:85 (50:30)-Triumph ein regelrechtes Feuerwerk ab und entzauberte den Athen-Olympiasieger nach allen Regeln der Kunst.

Im zweiten Halbfinale am Samstag (20.30) stehen sich Serbien und Gastgeber Türkei aufeinander. Die Serben, die gegen die deutsche Nationalmannschaft in der Vorrunde mit 81:82 nach Verlängerung verloren hatten, hatten am Mittwoch Titelverteidiger Spanien ausgeschaltet. Die Türken setzten sich gegen Slowenien durch.

Die vielen argentinischen Fans in der mit 15 000 Zuschauern gefüllten Halle trauten ihren Augen nicht. Statt einer erneuten Gala von Luis Scola, der mit einem Turnierschnitt von über 30 Punkten in die Partie gegangen war, sahen sie en litauisches Team, das von Beginn an hellwach war und aus allen Lagen traf. Vor allem die Dreier-Bilanz war mit rund 80 Prozent in der ersten Halbzeit überragend, dem gegenüber standen null verwandelte Dreier der Argentinier in neun Versuchen.

Litauen bestach vor allem durch seine starke Defensive und die mannschaftliche Geschlossenheit. Der höchste Vorsprung in der zumeist einseitigen Partie betrug 30 Punkte. Sieben Spieler erzielten mehr als zehn Punkte, beste Schützen waren Simas Jasaitis (19) und Linas Kleiza (17). Auf der anderen Seite kam Scola lediglich auf 13 Punkte, sicherster Schütze war Carlos Delfino (25).

Den USA reichte gegen die Russen dagegen schon eine eher durchschnittliche Leistung zum Sieg. Ihren letzten WM-Titel hatten die USA 1994 in Kanada gewonnen, danach gab es noch zweimal Bronze (1998 und 2006).

Der erneut überragende Kevin Durant (Oklahoma City Thunder) war mit 33 Punkten dominierender Schütze der Partie, die exakt 38 Jahre nach dem Olympia-Finale von München 1972 stattfand. Damals feierte die frühere Sowjetunion im Finale einen überraschenden 51:50-Erfolg. Neben Durant traf sein US-Kollege Chauncey Billups (15) von den Denver Nuggets am besten.

Bei den Russen waren Sergej Bykow (17) und Andrej Woronzewitsch (14) von Zska Moskau die sichersten Schützen. Bis in die zweite Hälfte hinein konnten die körperlich überlegenen Russen mithalten, doch als das US-Team von Trainer Mike Krzyzewski eine Tempoverschärfung hinlegte und auf 70:56 davonzog, war das Spiel entschieden. "Ich gratuliere der russischen Mannschaft zu einer tollen Leistung. Sie hat uns das Leben schwer gemacht.", sagte US-Coach Krzyzewski.

Es war das fünfte Duell der alten Rivalen seit dem Ende der früheren Sowjetunion und der vierte Erfolg der US-Amerikaner. Lediglich bei der WM 1998 ohne ihre NBA-Stars gab es für die USA eine Niederlage.

© SID

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