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Bauermann setzt sich hohe Ziele

Mit vier Kraftakten hat sich die deutsche Mannschaft bei der Basketball-EM ins Viertelfinale gekämpft. "Das darf nicht das Ende sein", setzt Nationaltrainer Dirk Bauermann auf eine Überraschung gegen Slowenien.

Für viele unerwartet hat die deutsche Nationalmannschaft bei der Basketball-EM in Serbien und Montenegro das Viertelfinale erreicht. Für Bundestrainer Dirk Bauermann "darf das bei Turnier noch nicht das Ende sein". Auch für das schwere Spiel gegen die favorisierten Slowenen hält der Coach eine weitere Überraschung für möglich. "Nur wer sich Ziele setzt, kann sie erreichen."

Frage: "Dirk Bauermann, nach vier imponierenden Kraftakten hat ihre Mannschaft das Viertelfinale der EM erreicht..."

Dirk Bauermann: "Wir können jetzt erst einmal durchatmen. Wir haben ein Zwischenziel erreicht und können sogar das WM-Ticket nach Japan lösen, aber das Viertelfinale darf bei diesem Turnier noch nicht das Ende sein."

Frage: "Ihr Traum ist es weiterhin, hier in Serbien und Montenegro im Finale zu stehen. Das zumindest haben sie den Spielern mitgeteilt..."

Bauermann: "Ich glaube, Ex-Kanzler Helmut Schmidt hat mal gesagt: Wer Visionen hat, soll sich einen guten Arzt suchen. Ich sage: Nur wer sich Ziele setzt, kann sie erreichen. Mit dieser Einstellung sind wir bisher gut gefahren und so weit gekommen, wie es uns wohl kaum einer zugetraut hätte nach den verletzungsbedingten Rückschlägen in der Vorbereitung."

Frage: "Trotz der schwerwiegenden Ausfälle ist bei der EM eine echte Mannschaft gewachsen..."

Bauermann: "....die verstanden hat, was sie tun muss, um erfolgreich zu sein. Natürlich ist es Aufgabe des Trainers, ihr das klarzumachen. Die Jungs sind gut drauf, die Stimmung ist gut. Es macht mir unheimlich Spaß, mit ihnen zu arbeiten".

Frage: "Es ist doch wesentlich leichter Erfolg zu haben, wenn man einen Dirk Nowitzki im Kader hat. Wie sehen sie seine überragenden Vorstellungen?"

Bauermann: "Mit einem Nowitzki sieht jeder Trainer und jede Mannschaft der Welt gut aus. Was er hier spielt, ist einfach phantastisch, unglaublich. Er gibt der restlichen Mannschaft Hoffnung und Selbstvertrauen - mit seinen Würfen und mit seiner Siegermentalität."

Frage: "Doch wie schon in den Vorrundenspielen zuvor, kam Nowitzki erst in der zweiten Halbzeit auf Betriebstemperatur. Wo liegt der Grund?"

Bauermann: "Jeder Gegner versucht natürlich, Dirk aus dem Spiel zu nehmen. Es war klar, dass die Türken versuchen werden, sehr physisch und mit harten, teilweise übertriebenen Mitteln gegen ihn zu spielen. Das ist auch eine Halbzeit gelungen. Doch das hat Dirk so geärgert, dass er sich gesagt hat: Das Ding verlieren wir nicht, das lassen wir uns nicht gefallen. Als er aufdrehte, waren die Türken wie gelähmt."

Frage: "Ihre Mannschaft hat bisher schon viel Kraft gelassen - mental und physisch. Was kann man von ihr im Viertelfinale gegen die starken Slowenen erwarten?"

Bauermann: "Hut ab vor der Energieleistung der Mannschaft mit vier sehr schweren Spielen in fünf Tagen. Wenn man das Fußballern zumuten würde, würden die lächelnd abwinken. Wir haben jetzt immerhin zwei Tage Ruhe. Sicherlich ist Slowenien der bisher größte Stolperstein, aber warum sollen wir nicht für weitere Überraschungen sorgen?"

© SID

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