Beachvolleyball WM
DVV-Beachvolleyballer träumen von WM-Medaille

Heute beginnt in Stavanger die Beachvolleyball-WM. Nach dem deutschen Doppelsieg beim Heimspiel in Berlin ist im DVV-Lager eine WM-Medaille "der Wunsch im stillen Kämmerlein".

Nach dem Doppelsieg beim Berliner Heimspiel winkt das erste WM-Edelmetall seit vier Jahren. "Unsere Topteams haben mittlerweile riesige Konstanz erreicht und zählen zu den Spielstärksten. Ist doch klar, dass eine Medaille der Wunsch im stillen Kämmerlein ist", sagt der Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), Werner von Moltke, vor der am heutigen Donnerstag im norwegischen Stavanger beginnenden Beach-WM (25. Juni bis 5. Juli). "So ein Erfolg würde uns allen gut tun, den Spielern, dem Verband und natürlich den Sponsoren."

Einzig Brink schaffte es bislang aufs WM-Siegerpodest

Bekanntschaft mit dem WM-Siegerpodest hat im deutschen Lager bisher nur Julius Brink gemacht, der 2005 bei der Heim-WM mit seinem damaligen Partner Kjell Schneider Dritter war. Seit der nacholympischen Saison spielt Brink (Leverkusen) gemeinsam sehr erfolgreich mit Ex-Europameister Jonas Reckermann (Köln). Beide hatten in Berlin das Endspiel gegen das Schweizer Weltklasse-Duo Heyer/Heuscher gewonnen, sind die Nummer eins der Europa-Rangliste und immerhin Nummer drei in der Welt. "Wir haben uns in Berlin richtig Selbstvertrauen für die WM geholt", meint Brink. Und Moltke ergänzt: "Das mit der neuen Paarung haut toll hin. Die harmonieren schon fast perfekt."

Moltke bemüht sich dennoch, den Druck auf Brink/Reckermann, die Berlin-Siegerinnen Sara Goller/Laura Ludwig (Berlin) und die anderen Top-Duos David Klemperer/Eric Koreng (Essen) sowie Katrin Holtwick/Ilka Semmler (Berlin) gering zu halten. "Bei so einer WM kommen auch Faktoren wie Losglück und Nervenstärke hinzu. Außerdem haben wir noch nicht alle Gegner aus Brasilien, China und Amerika gesehen", sagt der Verbandschef nach den Erfahrungen von Olympia in Peking, wo die erhoffte Medaille für Deutschland ausgeblieben war.

Entwarnung bei Semmler

Entwarnung sendete unterdessen aus Norwegen bereits Ilka Semmler, deren Entzündung im linken Knie von Teamarzt Michael Tank mit einem Zink-Leimverband behandelt wird. Wegen der Verletzung hatten Holtwick/Semmler vor dem Endspiel gegen die Team-Rivalinnen Goller/Ludwig aufgegeben. "Am Freitag kann Ilka wieder in den Sand, am Samstag ist das erste Spiel. Wir müssen sie bremsen, damit sie nicht zu früh anfängt", sagte Tank.

Als erste von insgesamt neun deutschen WM-Teams hechten am Freitag (11.00 Uhr) die Damen-Doppel Stephanie Pohl/Okka Rau (Hamburg) und Goller/Ludwig im Sand am idyllischen Hafen der norwegischen WM-Stadt. Pohl/Rau (2006) und Goller/Ludwig (2007) erreichten an gleicher Stelle in der Weltserie jeweils bereits einmal das Halbfinale. Reckermann (2008 mit Mischa Urbatzka) war sogar schon Zweiter in Stavanger.

© SID

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