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Beachvolleyballer baggern im Herzen der Hauptstadt

Ab heute versammelt sich die Beachvolleyball-Weltelite zum Kampf um Edelmetall auf dem Berliner Schlossplatz. Im Herzen der Hauptstadt winkt den Duos bei der Weltmeisterschaft ein Preisgeld von einer Million Dollar.

Ein Hauch von Copacabana weht ab heute durch das Herz der Hauptstadt, wenn die weltbesten Beachvolleyballer in Berlin bei der Weltmeisterschaft um Edelmetall baggern, pritschen und schmettern. "Das wird das größte Volleyball-Fest aller Zeiten", verspricht Verbandschef Werner von Moltke. Auf dem in eine traumhafte Strandlandschaft verwandelten Schlossplatz spielen "begnadete Körper" (RTL) um ein Rekord-Preisgeld von einer Million Dollar.

"Ohne deutsche Siege hilft die ganze Organisation nicht viel"

Die zwölf deutschen Teams mit Europameister Markus Dieckmann/Jonas Reckermann an der Spitze gehören zu den Mitfavoriten und werden vom Verband in die Pflicht genommen. "Zwei Medaillen sind das Ziel. Ohne deutsche Siege hilft die ganze perfekte WM-Organisation nicht viel", sagt von Moltke.

Berlin ist die einmalige Chance, den wegen seiner Mischung aus Sand, Sport und Sex beliebten Trendsport ins Herz der Massen zu bringen. Auf insgesamt 100 000 Fans und täglich zwei Mill. TV-Zuschauer bei RTL hoffen die Ausrichter. "Der sportliche Erfolg unserer Teams würde die Türen zur Wirtschaft öffnen, dann hätte die Sportart eine grandiose Zukunft vor sich", glaubt von Moltke.

Bei der Hallen-WM 2002 der Frauen und der Hallen-EM 2003 der Männer in Deutschland ging die Rechnung mit dem Heimvorteil schief, aber die lockeren Strandprofis wollen mit Finalteilnahmen bei den letzten Weltserien-Turnieren im Rücken alles besser machen. "Die Fans werden uns pushen. Ziel ist mindestens das Halbfinale", sagt Markus Dieckmann, der im vergangenen Jahr vor heimischen Publikum am Timmendorfer Strand den EM-Titel holte. Sein Bruder Christoph ist mit Andreas Scheuerflug der zweite deutsche Medaillenanwärter.

"Ich will endlich meine erste Medaille"

Bei den Damen liegen die Edelmetall-Hoffnungen auf Stephanie Pohl/Okka Rau und vor allem auf den Routiniers Susanne Lahme/Danja Müsch. "Eine Heim-WM ist so viel wert wie Olympia. Ich will endlich meine erste Medaille", sagt die viermalige Olympia-Teilnehmerin Lahme. Als beste deutsche WM-Platzierung steht bislang ein fünfter Platz von Ulrike Schmidt/Gudula Staub aus dem Jahr 1999 zu Buche.

Als Sieger stehen die Organisatoren fest, die eine schwarze Null im 2,5-Millionen-Euro-Etat anstreben. "Publikum und Spiel werden im Herzen der Geschichte zusammengebracht. Man kann die Geschichte fühlen", lobt der australische Weltverbands-Organisator Peter Hreszczuk. Bleibt für Werner von Moltke nur ein Makel neben dem abrissreifen Palast der Republik: "Das Einzige, was uns fehlt, ist das Wasser von der Copacabana."

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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