sonstige Sportarten
Beachvolleyballerinnen drohen mit Streik

Bei der Beachvolleyball-WM könnte es am Donnerstag zum Streik der Spielerinnen kommen. Die Frauen fordern vom Weltverband Fivb, neben einer freien Turnierwahl, das Recht eine Spielergewerkschaft zu gründen.

Bei der Beachvolleyball-WM in Berlin geht der Streit zwischen den Spielerinnen und dem Volleyball-Weltverband Fibv in die nächste Runde. Mit der Unterstützung des auf Sportrecht spezialisierten Rechtsanwalts Fritz Algie haben die Damen den Offiziellen mit einem Streik bei den Titelkämpfen am Donnerstag gedroht. Die Aktiven pochen auf das Recht, eine Spielergewerkschaft gründen zu dürfen sowie auf freie Turnierwahl.

Die von Sprecherin Nathalie Cook (Australien) und der deutschen Topspielerin Okka Rau (Hamburg) geführten Beachvolleyballerinnen wollen vom Fivb-Chef eine schriftliche Bestätigung von Änderungen in den Knebelverträgen für die Spieler.

Konkurrenzveranstaltungen bislang verboten

Neben der Erlaubnis zur Gründung einer Spielergewerkschaft ist das vor allem die Freiheit der Turnierwahl. Bislang müssen die Beachvolleyballer mit einer Sperre bis zu zwei Jahren rechnen, wenn sie bei zur Fivb-Weltserie konkurrierenden oder nicht offiziell anerkannten Turnieren spielen. Außerdem geht es um die Gleichberechtigung aller Spielerinnen - die US-Stars sollen bessere Verträge haben - sowie Vermarktungsänderungen und das Recht zur Meinungsfreiheit.

"Alle Frauen sind sich einig, dass wir im Notfall auch streiken. Bisher haben wir nur Pflichten, keine Rechte. Jede Kritik an der Fivb kann zur Spielsperre führen", sagt Rau. Falls Fivb-Chef Acosta eine Änderung der Spielerverträge schriftlich bestätigen sollte, wäre das Thema Streik in Berlin vom Tisch. Dann hat der Weltverband bis eine Woche vor dem Grand-Slam-Turnier in Paris (26. bis 31. Juli) Zeit, allen Spielern überarbeitete Kontrakte zur Unterschrift vorzulegen.

Passiert das nicht, wollen alle Spielerinnen das Turnier in der französischen Hauptstadt und die folgenden Events der Weltserie boykottieren, bis es zu einer Einigung kommt. Bislang waren alle Gesprächsversuche mit der Fivb über die Kontrakte gescheitert, die große Bühne WM ist somit die einzige Chance der Spielerinnen, Verbesserungen zu erzwingen.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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