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Bekele läuft in Brüssel zum neuen Weltrekord

Ein Weltrekord über 10 000 Meter durch Kenenisa Bekele (Äthiopien) und ein neuer Europarekord durch Hindernisläufer Simon Vroemen (Niederlande) waren die Highlights des Golden-League-Meetings in Brüssel.

Einmal mehr wies "Wunderläufer" Kenenisa Bekele seine Klasse eindrucksvoll nach und legte dabei gleich eine neue Fabelzeit vor. Äthiopiens Star sorgte mit seinen 10 000-m-Weltrekord von 26:17,53 Minuten für das Glanzlicht des fünften Golden-League-Meetings der Leichtathleten in Brüssel. Und Olympiasiegerin Tatjana Lebedewa bleibt bis zum Finale am Sonntag kommender Woche allein im Millionenspiel um den Jackpot der elitären Sportfest-Serie. Mit 14,94m im Dreisprung setzte die Russin vor 46 000 Zuschauern im Stade Roi Baudoin ihre Siegesserie fort. Zuvor war Simon Vroemen (Niederlande) in 8:04,95 Minuten Europarekord über 3000m Hindernis gelaufen.

Kein neuer Weltrekord durch Isinbajewa

Ein Duo verpasste jedoch die anvisierten Weltrekorde: Weltmeisterin Jelena Isinbajewa (Russland), die erst bei 4,73m in den Stabhochsprung einstieg, als nur noch zwei Rivalinnen dabei waren, scheiterte nach 4,93m dreimal an 5,02m, ihrer angestrebten 19. Bestmarke. Weltmeister Saif Saaeed Shaheen (Katar) fehlten beim Sieg über Vroemen in Jahres-Weltbestzeit von 7:55,51 Minuten knapp zwei Sekunden am eigenen Rekord.

Doch Bekele schaffte es gut zwei Wochen nach seinem zweiten WM-Sieg auf dieser Distanz. 2,79 Sekunden war der 23-Jährige schneller als vor 14 Monaten bei seinen 26:20,32 in Ostrau. Als Zweiter lief Boniface Kiprop (Uganda) 26:39,77 Minuten. Mit dieser Zeit hatten die Organisatoren zuvor fälschlicherweise den Franzosen El Hassan Lahssini als neuen Europarekordler ausgerufen.

Komen schlägt Ramzi über 1 500 Meter

Mit einer Jahres-Weltbestzeit und Afrikarekord von Äthiopiens Olympiasiegerin Meseret Defar hatte das Meeting 45 Minuten zuvor begonnen. In 14:28,98 Minuten schlug Defar über 5000m-Weltmeisterin Berhane Adere (ebenfalls Äthiopien/14:31,09), erzielte die drittbeste je gelaufene Zeit auf dieser Distanz und verfehlte den Weltrekord um 4,3 Sekunden. Zehnte in 15:10,76 Minuten wurde Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg).

Zwei Wochen nach seinem WM-Doppel-Triumph über 800 und 1500m erlitt Rashid Ramzi (Bahrain) auf der längeren Distanz eine Niederlage. In 3:32,81 Minuten wurde der gebürtige Marokkaner Zweiter hinter dem Kenianer Daniel Kipchirchir Komen (3:31,13).

Gatlin baut seine Siegesserie aus

Nach ihrem Scheitern im Jackpot um eine Million Dollar, der in Berlin endgültig entschieden wird, kam der 100-m-Sieg von Frankreichs Europarekordlerin Christine Arron in 10,97 Sekunden zu spät. Zweite wurde in 11,05 die Amerikanerin Melissa Barber.

Bei den Männern setzte der Olympiasieger und Weltmeister Justin Gatlin in 9,99 Sekunden seine Siegesserie fort, nur Neunter wurde der offenbar angeschlagene Ex-Weltrekordler Maurice Greene (ebenfalls USA) in 10,56.

Speerwerfer Frank auf Rang vier

Über 400m Hürden wurde Russlands Weltmeisterin Julia Petschonkina in 53,87 Sekunden von der WM-Zweiten Lashinda Demus (USA/53,73) geschlagen. Lebedewa siegte mit 14,94m vor Jamaikas Weltmeisterin Trecia Smith, die sich im letzten Durchgang noch gefährlich auf 14,76m steigerte.

In 13,45 Sekunden wurde der Leipziger WM-Halbfinalist Thomas Blaschek über 110m Hürden Sechster beim Sieg des viermaligen Weltmeisters Allen Johnson (USA/13,16). Beim Speerwurf-Sieg von Russlands Ex-Weltmeister Sergej Makarow (86,88) über Norwegens Olympiasieger Andreas Thorkildsen (86,13) landete der Rostocker Europacupsieger Mark Frank mit 79,83m auf Rang vier, Sechster wurde der Wattenscheider Christian Nicolay mit 78,89m.

© SID

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